06.11.2013

Ein Wundermittel für simplifyer


In meinem Job kommt es vor, dass mir die Ideen fehlen. Das passiert zwar selten. Doch es gibt solche Phasen. Meine Rettung ist: das Bücherregal. Es liefert wertvolle Impulse, um aus dem Ideentief herauszutreten. Gestern war es das Buch „Nie wieder Chaos! So bekommen Sie Ihren Haushalt in den Griff“ von Cynthia Townley Ewer, zu dem ich griff. Ein wenig Chaosbeseitigung gegen Jahresende kann nie verkehrt sein!

Dort begegnete mir ein Wundermittel, das Werner Tiki Küstenmacher bereits in einer seiner ersten Ausgaben von simplify your life anpries: die Gewohnheit. „Beachten Sie die 21-Tage-Regel: Erst das, was wir 21 Tage lang ununterbrochen getan haben, wird zu einer Gewohnheit. In den ersten 21 Tagen wirken neue Verhaltensweisen kompliziert und ungewohnt, danach aber stellt sich das grandiose simplify-Gefühl ein: Es ist einfacher geworden! Geben Sie also keinesfalls vor dem 22. Tag auf“, schreibt er im Editorial der März-Ausgabe von 1999.

Das gilt insbesondere fürs Ordnung halten, Haushalt führen und organisieren. Ich selbst habe das vor 10 Jahren einmal ausprobiert: Mit dem Umzug in ein neues Domizil gewöhnte ich mir an, nach jeder Benutzung des Badezimmer-Waschbeckens die Keramik mit einem alten Handtuch trocken zu wischen. Ich zog das konsequent durch: Das kleine Handtuch hatte seinen Platz griffbereit neben dem Waschbecken. Immer wenn ich Wasser hatte laufen lassen, wischte ich nach. Das war eine Sache von 5 Sekunden! So hatten Kalk-, Seifen- und Zahnpastareste keine Chance, sich festzusetzen. Auch wenn ich nicht alleine lebte, reichte meine neue Gewohnheit aus, um das Becken immer erstrahlen zu lassen. Mit dem Spülbecken in der Küche verfuhr ich übrigens genauso, allerdings nicht ganz so akribisch, da ich es häufiger benutzte.

Irgendwann, ich glaube nach dem nächsten Umzug, ist mir diese Gewohnheit leider abhanden gekommen. Schade. Jetzt müssen wir wieder regelmäßig zu Reinigungsmittel und Mikrofaser greifen, vorher war das nur in ganz großen Abständen notwendig.

21 Tage durchhalten: Das klingt nicht lange! Doch was in dieser Zeit passiert, ist extrem störungsanfällig! Eine neue Gewohnheit soll verinnerlicht werden. Dazu muss mindestens eine alte aufgegeben werden. Cynthia Townley Ewer beschreibt, wie wackelig diese Angelegenheit ist: Sobald ich auch nur einmal meine neue Gewohnheit aufschiebe („Ach, beim nächsten Mal wische ich wieder!“), habe ich quasi schon verloren. Ihr zentraler Tipp, wie es klappen kann:

  • sich nur eine einzige Gewohnheit vornehmen, diese verinnerlichen, erst dann zur nächsten übergehen. Das sind, gemessen an der 3-Wochen-Regel, 17 Gewohnheiten pro Jahr!

Mein persönlicher Tipp dazu lautet:

  • Neuanschaffungen vorrangig behandeln!

Denn das Waschbecken, das ich gewohnheitsmäßig ausgewischt hatte, war nigelnagelneu. Das war für mich ein guter Ansporn. Das Waschbecken im darauffolgenden Domizil war alt und wies bereits etliche Gebrauchsspuren auf ... Dieser Kniff lässt sich auch auf andere Dinge übertragen: die neue Garderobe, die neue Wohnzimmereinrichtung, das frisch renovierte Zimmer usw. Wer sich hier gleich eine ordnungstreue Regel einfallen lässt – „Der Garderobenschrank ist keine Ablage! Hier gehören nur die Schlüssel und die Deko-Vase hin.“ –, erleichtert sich den Einstieg und das Durchhalten. Nach 21 Tagen ist’s geschafft. Ab dann ist Ordnung halten wie Zähneputzen, auch wenn es zunächst nur auf dem Garderobenschrank ist ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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