Aufräumen

Aufräumtipps für Ihren Haushalt - Ordnung mit Vergnügen!


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So motivieren Sie sich fürs Aufräumen und Ausmisten

Dass Aufräumen jemals von einer lästigen Pflicht zu Ihrem liebsten Hobby mutieren wird, ist unwahrscheinlich. Aber wir sind zuversichtlich, dass Sie es mithilfe unserer Aufräumtipps leichter angehen, mehr Spaß daran haben als bisher und mit den Ergebnissen zufriedener sind.

Versetzen Sie sich in die Zukunft

Bevor Sie mit dem Aufräumen beginnen, stellen Sie sich den betreffenden Raum im aufgeräumten Zustand vor. Tun Sie das ganz intensiv, mit all Ihren Sinnen. Gehen Sie z. B. in den Keller, und malen Sie sich seinen fertigen Zustand so detailgetreu wie möglich aus: Wo steht was? Wie riecht es? Was erreichen Sie wieder mit einem Griff statt mit einer umständlichen Umräumaktion? Tun Sie das so lange, bis Sie echte Freude über Ihre schön gelungene Aufräumaktion empfinden. Wenn Sie Ihr Aufräumziel so visualisieren, dass es in Ihr Unterbewusstsein eindringt, mobilisieren Sie Ihre innersten und stärksten Energien.

Setzen Sie auf schnelle Erfolgserlebnisse

Überall herrscht Unordnung? Fangen Sie dort an, wo Sie in kürzester Zeit am meisten bewirken. Ein ungemachtes Bett und verstreut herumliegende Kleidungsstücke mögen das Schlafzimmer chaotisch aussehen lassen. Dennoch lässt sich die Unordnung in diesem Raum meist mit wenigen Handgriffen beseitigen.

Es muss auch nicht gleich ein ganzes Zimmer sein. Nehmen Sie sich ein Regalfach oder eine Kommodenschublade vor. Wenn diese eine „Ordnungsinsel“ Sie gleich zum Weitermachen motiviert: super! Wenn nicht, planen Sie mit gutem Gewissen die nächste Aufräumeinheit für den nächsten Tag.

Bringen Sie sich in Stimmung

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Für Aufräumaktionen bei mir (Ruth Drost-Hüttl) daheim der Hit: schwungvolle Hintergrundmusik. Wenn Sie immer dieselbe CD dafür verwenden (bei mir läuft dazu immer griechische Folkloremusik), können Sie sich mithilfe der Musik auch gezielt in Aufräumlaune versetzen.

Werden Sie Sachensucher

Mit Begeisterung spielt Astrid Lindgrens Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf auf der Straße „Sachensucher“. An einer leeren Garnrolle oder einer rostigen Blechdose würden Sie zwar weniger Gefallen finden als Pippi. Aber wenn Sie Ihr eigenes Zuhause richtig auf Vordermann bringen, können Sie garantiert Dinge entdecken, über die Sie sich freuen. Dinge, die Sie schon lange gesucht haben (ein bestimmtes Buch, eine Küchenutensilie, ein Werkzeug, den Brief der Krankenversicherung ...). Und Dinge, an die Sie schon lange nicht mehr gedacht haben (alte Briefe, ein Kleidungs- oder Schmuckstück ...). Vertrauen Sie wie Pippi darauf, dass Sie fündig werden.

Durchbrechen Sie Ihr Negativ-Image

Sie gelten in Ihrer Umgebung als „unordentlich“? Ihre (Schwieger-)Mutter macht bei jedem Besuch eine spitze Bemerkung über den Zustand Ihres Zuhauses? Ärgern Sie sich nicht stillschweigend darüber, sondern nehmen Sie einen angekündigten Besuch zum Anlass, vorher gründlich aufzuräumen und sauber zu machen. Ihre beste Motivation: Freuen Sie sich auf das Gesicht Ihres Besuchs beim Anblick Ihres makellosen Wohnzimmers.

Teamwork

Oft bei Festen zu beobachten: Etliche Gäste finden sich nach dem Essen freiwillig in der Küche zusammen und beseitigen dort gut gelaunt das Chaos. Nutzen Sie den Effekt, dass es in Gemeinschaft mehr Spaß macht. Vereinbaren Sie mit einer Freundin/einem Freund, dass Sie sich gegenseitig beim Aufräumen und Entrümpeln des Kleiderschranks, des Hobbykellers, der Garage oder alter Papiere helfen. Dabei werden Sie bei gleichem Zeitaufwand wesentlich mehr schaffen, als wenn jeder allein vor sich hin werkelt.

Unbezahlbar: der kritische Blick Ihres Aufräumpartners. Bitten Sie ihn daher vor Ihrer Aufräumaktion, Ihnen ehrlich seine Meinung zu sagen („Das Kleid steht dir nicht mehr“ – „Ohne Wandregal wirst du es nie schaffen, hier Ordnung zu halten“). Belohnen Sie sich hinterher mit einem gemeinsamen Essen.

Teilen Sie Ihre Wohnung auf

In Ihrer Partnerschaft ist das Thema „Ordnung“ ein Zankapfel? Etwa weil der eine ein notorischer Sammler ist und der andere ein rigoroser Wegwerfer? Oder weil der eine als störend empfindet („überall liegt etwas rum“), was dem anderen gemütlich vorkommt? Oder einfach nur, weil Ihre Prioritäten verschieden sind? Einigen Sie sich mit Ihrem Partner über Zuständigkeitsbereiche. Das können ganze Räume sein, aber auch Zimmerecken, Schränke oder Regale. So herrscht wenigstens dort Ordnung (nach Ihren Maßstäben), wo es Ihnen am wichtigsten ist; im Idealfall ergänzen Sie einander sogar.

3 Aufräumtipps, mit denen Sie auf Nachhaltigkeit setzen

Letzte Woche haben Sie das Wohnzimmer mit viel Mühe auf Vordermann gebracht, und jetzt schaut es schon wieder schrecklich aus. Je öfter es Ihnen so geht, desto schwerer wird es Ihnen fallen, sich zum Aufräumen zu motivieren. Hier 3 zentrale Aufräumtipps für nachhaltiges = dauerhaftes Aufräumen:

Ob Kleiderschrank oder Werkzeugkasten: Wiederkehrendes Chaos ist ein sicheres Zeichen für „zu voll“. Die Grundregel: Halten Sie 20 % des Platzes frei – für Neuzugänge und auch dafür, dass Sie den Überblick behalten und Sachen mühelos ein- und ausräumen können. Niemals würden Sie sich an einer Parklücke versuchen, die genauso lang oder sogar kürzer ist als Ihr Auto! Versuchen Sie auch in Ihrer Wohnung nicht, dieses unmögliche Kunststück zu vollbringen! Halten Sie sich bei zu vollen Behältnissen an die 3-A-Regel: Ausräumen, Ausmisten, Aufräumen.

Bringen Sie alle Dinge, die Sie öfter brauchen, so unter, dass Sie sie mit einem einzigen Griff erreichen. Müssen Sie erst andere Gegenstände aus dem Weg räumen, ist die Gefahr groß, dass die anschließend nicht mehr richtig eingeräumt werden. Fehler, die ich von mir selbst kenne: 2-reihige Bücherregale, in denen regelmäßig Bücher aus der 2. Reihe gesucht werden; kunstvolle Schichtungen von Plastikboxen verschiedenster Formate im Küchenregal; hohe Stapel mit sorgsam gefalteten Shirts und Pullovern im Kinderzimmerschrank. (Nebenbei bemerkt: Wenn Sie diese Kleidungsstücke rollen, statt sie zu falten, macht auch der eilige Griff nach dem Lieblings-Shirt nicht die ganze Ordnung kaputt.)

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Beschriften Sie nicht nur geschlossene Behältnisse wie Schubladen oder Plastikboxen, sondern auch offene Regalfächer. So wissen Sie immer, wie Sie sich die Ordnung vorgestellt hatten. Auch die anderen Mitglieder Ihres Haushalts sehen so auf einen Blick, nach welchen Kriterien Sie sortiert haben (bei den Büchern z. B. „englische Krimis“; „deutsche Belletristik A-Z“, „Reiseliteratur“, „Sachbuch“). Außerdem dient so ein Schildchen als sichtbare Platzreservierung und verringert damit die Gefahr, dass vorübergehend frei gewordene Stellen (beispielsweise der Platz für den gerade bewältigten Lektürestapel) sich wie von selbst mit Krimskrams füllen.

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Steigern Sie den Aufräumnutzen

Tun Sie beim Aufräumen auch etwas für Ihre Fitness. 2 Beispiele: Körperlich: Machen Sie sich beim Ausräumen oberer Fächer so lang wie möglich, und holen Sie die Dinge mal mit der einen, mal mit der anderen Hand herunter. Dabei greift die rechte Hand zu den Sachen links von Ihnen – und umgekehrt. Gut gegen Verspannungen! Geistig: Ordnen Sie die Dinge in Ihr Leben ein: Seit wann haben Sie z. B. den Sofatisch, den Sie gerade freiräumen, was hat er gekostet, was hat sich zu dieser Zeit sonst noch ereignet ...? Gut für die Verknüpfungsfähigkeit Ihres Gehirns!


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