Work Life Balance

Work Life-Balance Maßnahmen fürs Familienleben


Wie Sie Arbeit und Privates in gesundem Gleichgewicht halten

Es ist Samstag, Sie freuen sich auf ein Wochenende mit Ihren Lieben. Nur noch ein Anruf, schnell die Mail checken, ein kurzes Fax. Das Handy klingelt ... Kennen Sie solche Situationen? Die US-amerikanischen Autoren Stephen und John Covey haben ein Buch über die schwierige Work Life-Balance zwischen Familie und Beruf geschrieben. Hier sind ihre Tipps.

Unabhängige Standbeine

Sehen Sie Familienzeit nicht als Restzeit, die Ihnen bleibt, wenn Sie Ihr berufliches Arbeitspensum erledigt haben. Setzen Sie Ihre eigenen Prioritäten: Richten Sie Ihren Arbeitseinsatz auch einmal nach den familiären Bedürfnissen. Wenn Sie Ihren Job zu sehr ins Familienleben eindringen lassen, werden Ihre Lieben (hoffentlich) versuchen, Ihre Aufmerksamkeit wiederzugewinnen – und Sie erschöpfen sich in dem kaum zu schaffenden Versuch, allen auf einmal gerecht zu werden. Es sind also die richtigen Work Life-Balance Maßnahmen nötig, um diesem Dilemma zu entgehen.

Setzen Sie Grenzen

Machen Sie sich selbst und anderen Ihre Prioritäten klar. Am Arbeitsplatz etwa: „Ich gebe notfalls auch mal eine Auskunft von zu Hause aus – aber sonntags will ich nicht gestört werden.“ Besprechen Sie Ihre Pläne mit Ihren Mitmenschen. Zum Beispiel zu Hause: „Ich brauche eine Stunde, um diesen Text durchzulesen. Wann soll ich das am besten tun?“

Trennen Sie berufliche und private Sphären. Niemand hat etwas davon, wenn Sie im Büro über das Missverständnis am Frühstückstisch nachgrübeln oder beim heimischen Abendessen noch daran denken, ob Ihre Kollegin Ihr Projekt unterstützen wird. Geben Sie sich lieber ein paar Minuten Ruhe, wenn Sie aus der einen Sphäre in die andere treten – und schließen Sie im Geiste damit ab. Wenn Sie dann eine Frage Ihrer Tochter beantworten, surfen Sie nicht gleichzeitig im Internet herum. Widerstehen Sie im Büro dem Impuls, „einfach mal so“ zu Hause anzurufen, weil Sie gerade eine Arbeitspause haben. Rufen Sie nur an, wenn Sie innerlich darauf eingestellt sind und etwas zu sagen haben. Mit solchen Work Life-Balance Maßnahmen vermeiden Sie, dass Sie nie einer Sache Ihre vollständige Aufmerksamkeit schenken können.

Jour fixe

Bestimmen Sie als Familie einen regelmäßigen Zeitraum (z. B. Samstag Nachmittag), an dem alle verbindlich zusammenkommen und etwas gemeinsam unternehmen. Überlegen Sie miteinander, was Sie am liebsten tun möchten. Etwas spielen? Die Ereignisse der Woche besprechen? Zusammen essen gehen? Welche Rituale möchten Sie dabei entwickeln? Das kann eine wöchentliche Teestunde sein, ein monatlicher Museumsbesuch oder der jährliche Pfingstausflug.

Exklusive Zeit

Ein durchschnittlicher Vater verbringt pro Tag 5 Minuten allein mit seinem Kind, eine Mutter 20 Minuten. Unter Partnern sieht es nicht viel besser aus. Dabei stiftet gerade der Kontakt unter vier Augen besondere Nähe und positive Gefühle. Verabreden Sie sich mit jedem Kind und auch mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin 1-mal pro Woche zum Tête-à-Tête. Joggen Sie gemeinsam, hören Sie einander zu, spielen Sie – und lassen Sie sich dabei von niemandem stören.

Früher aufstehen und Zeit schenken

Seien Sie hin und wieder großzügig zu sich selbst: Stellen Sie Ihren Wecker morgens 15 Minuten früher. Damit ermöglichen Sie es Ihrer Familie und sich selbst, den neuen Tag mit mehr Liebe und Neugier zu begrüßen. So brauchen Sie Ihr Kind vor dem Kindergarten nicht zu hetzen, können nach dem Frühstück den Zeitungsartikel in Ruhe zu Ende lesen oder sich nicht nur rhetorisch danach erkundigen, wie Ihr Partner geschlafen hat.

Es beginnt im Kopf

Sie werden sehen: Sobald Sie Ihre Familie gedanklich als eigene Priorität gelten lassen, finden Sie ständig neue Möglichkeiten, ihr mehr Geltung zu verschaffen.

Fragen Sie sich:Wann habe ich zum letzten Mal eine ganze Stunde mit meinen Kindern gespielt oder gelesen? Wann habe ich ein ausführliches Gespräch mit meinem/meiner Partner/in geführt, das nicht von irgendetwas oder -jemandem unterbrochen wurde?

Stellen Sie sich vor, Sie blicken in 20 Jahren auf Ihr heutiges Leben zurück. Wünschen Sie sich, mehr Zeit mit Ihren Lieben verbracht zu haben? Möchten Sie im Nachhinein „alles anders machen“? Dann tun Sie es jetzt! Bestimmt hat noch niemand auf seinem Totenbett gesagt: „Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit im Büro verbracht.“


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