Kindererziehung

Kindererziehung: Regeln für Väter


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Warum Sie viel von Ihren Kindern erwarten sollten

Eltern leben psychologisch gesehen heute in einer der schwierigsten Phasen der Geschichte: Die klassische Rollenverteilung ist zerbrochen, eine neue ist noch nicht gefunden. Alte Zerrbilder (Heimchen am Herd, Macho) konkurrieren mit neuen (Emanze und Selbstverwirklicherin, Spül-Vati und Frauenversteher). Der Amerikaner Mark Brandenburg berät seit vielen Jahren Väter, wie sie in diesem emotionalen Chaos trotzdem das Beste für ihre Kinder tun können und die Kindererziehung so optimal gestalten.

Regel 1: Erwarten Sie von Ihren Kindern viel

Und sagen Sie ihnen das deutlich. Nichts bringt so viel Kraft in eine Kinderseele wie ein Vater, der ihr Großes zutraut. Drohen Sie nicht damit, Ihre Erwartungen herunterzuschrauben, wenn die Leistungen Ihres Kindes gering sind. Machen Sie in der Kindererziehung deutlich, dass Sie Geduld haben. Dass schlechte Noten oder Durchfallen in der Schule Sie nicht davon abbringen können, an den Goldkern Ihres Sprösslings zu glauben.

Regel 2: Seien Sie selbt das Problem

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Es ist einfach, als Vater nach schwarzen Schafen und Schuldigen in Ihrer Familie zu suchen. Aber es bringt niemals eine Lösung. Dagegen kommen alle weiter,wenn das angebliche schwarze Schaf geliebt und akzeptiert wird. Stehen Sie offen zu Ihrem eigenen Anteil an den Problemen in Ihrer Familie – aber aufrecht, nicht in demonstrativer Demut. Geben Sie ein gutes Vorbild ab und arbeiten Sie an sich – ohne es von anderen zu fordern.

Regel 3: Kennen Sie das Leben Ihres Kindes

Was sind seine Lieblingsspielzeuge, seine besten Freunde, seine Helden, seine Wunschträume? Fragen und erforschen Sie Ihr Kind bei der Kindererziehung. Damit zeigen Sie ihm, dass es Ihnen wichtig ist. Aber lassen Sie ihm auch seine Geheimnisse. Wo es keine Auskunft geben möchte, bohren Sie nicht nach.

Regel 4: Sagen Sie Nein

Setzen Sie Grenzen. Aber nicht aus pädagogischen Gründen, sondern aus Liebe. Ihr Kind hat ein Recht darauf, nicht alles haben und dürfen zu müssen. Stellen Sie eindeutige Forderungen und versprechen Sie klare Belohnungen. Halten Sie sich felsenfest an Ihre Zusagen und geben Sie im Zweifelsfall ein kleines bisschen mehr.Wer gnädig sein kann, ist ein guter König. Wer unvorhersehbar straft, ein schlimmer Tyrann.

Regel 5: Keine Gewalt

Niemals. Mit jedem Schlag und jedem Wutausbruch senken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes in nicht wieder gut zu machender Weise. Gewalt hilft nie, nie, nie. Sondern sie erzeugt in der Kindererziehung nur wieder Gegengewalt. Falls Sie selbst von Ihrem Vater geschlagen wurden, sagen Sie sich: Mit mir kann diese grausame Kette von weitergegebener Gewalt endlich ein Ende haben!

Regel 6: Behandeln Sie Ihre Frau extrem gut

Wie Ihre Kinder später ihrerseits ihre Ehepartner behandeln, lernen sie vom Vater. Streiten Sie sich niemals vor Ihren Kindern.Machen Sie Freundlichkeit zur Priorität; Rechthaben ist viel weniger wichtig.

Regel 7: Handeln ist lauter als Worte

Viele Eltern drohen drakonische Strafen an, wenn sich ihre Kinder unkooperativ verhalten. Falls Sie aber nur einmal ihre angekündigte Strafe nicht verhängen, lernen die Kinder dabei nur eines: ihre Drohungen zu ignorieren. Seien Sie deshalb sparsam mit Ihren Einschüchterungsversuchen. Kündigen Sie bei der Kindererziehung lieber milde Strafen an, die Sie dann aber auch konsequent durchsetzen.

Regel 8: Hören Sie wirklich zu

Beachten Sie nicht nur, was Ihre Kinder sagen, sondern hören Sie auf den Hintersinn scheinbar unsinniger Streitpunkte. „Ich will aber das grüne T-Shirt anziehen!“ kann bedeuten, dass Ihr Kind mehr Selbstverantwortung haben möchte. Geben Sie diesen tieferen Sinn an Ihr Kind zurück: „Du möchtest also, dass wir dir mehr zutrauen, auch darin, wie du dich anziehst.“ Damit kann aus der dummen Auseinandersetzung über ein Hemd ein gutes väterliches Gespräch mit nachhaltiger Wirkung für die Kindererziehung werden. Ihr Kind ist klüger, als Sie vielleicht meinen!

Regel 9: Sagen Sie Ihrem Kind, dass es großartig ist

Das ist besonders wichtig, wenn es gerade ganz und gar nicht großartig ist. Loben ist einfach, wenn es gute Noten nach Hause bringt oder einen Sportpokal gewonnen hat. Die größte positive Kraft dagegen hat Ihr Lob, wenn Ihr Kind in einer traurigen Phase durchhängt. Sagen Sie ihm sehr spezifisch, was Ihnen gerade jetzt an ihm gefällt. Das hat viel mehr Gewicht als ein generalisierendes „Ich liebe dich doch trotzdem“. Und es schult Ihren eigenen liebevollen Blick auf Ihr Kind, ohne dass Sie es sich schönlügen müssen.


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