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Fenster putzen: Schritt für Schritt zu sauberen Fenstern


Kennen Sie das höchste Ziel beim Fenster putzen? Richtig: streifenfreie Fensterscheiben, das Glas frei von Streifen, Schmutz und Schlieren. Die einen schwören auf Mikrofaser, das Fensterleder oder die anderen auf Zeitungspapier oder gar alte Strümpfe. Damit Fenster putzen nicht zur Wissenschaft wird, stellen wir hier die Methoden vor, die sich aus unserer Sicht am meisten bewährt haben. 

Quick Tipp, wenn das Glas schnell streifenfrei sauber werden muss:

- Fensterscheiben innen mit Glasreiniger sparsam besprühen und mit Küchekrepp trocken reiben.

- Fensterscheiben außen mit nassem Tuch feucht abgewischt, mit Abzieher trockengezogen und dann so verfahren wie mit den Innenscheiben.

- Mit einem Microfasertuch oder einem Frottehandtuch kreisend nachpolieren

Schon haben Sie ein Glas ohne Streifen und Schlieren.

Wenn das Fensterglas und der Fensterrahmen perfekt werden sollen:

Schritt 1: Vorbereitungen treffen

Stellen Sie alle Utensilien bereit und räumen Sie alles weg, was Sie auf den Fensterbänken oder dem Boden am Fenster putzen stören wird. Das mindert die Unfallgefahr und steigert die Motivation: Sie müssen nicht zwischendurch den großen Blumentopf auf die Seite schieben, sondern haben von Anfang an freie Bahn!

Diese 3 Utensilien brauchen Sie zum Fenster streifenfrei zu putzen:

1 Putzwasser: Eimer mit lauwarmem Wasser, 1-2 Tropfen Spüli, je 1 Schuss Essig und Brennspiritus. Alternativ kann man auch ein gutes Putzmittel oder ein Glasreiniger nehmen.

1 Tuch: Mikrofasertuch oder Fensterleder für Glasflächen. Alternativ hilft Zeitungspapier

1 Abzieher mit Gummilippe (auf Qualität achten!)

simplify-Tipp: Legen Sie ein altes Handtuch unter das jeweilige Fenster, bevor Sie dort loslegen. Das schont Fensterbänke oder Böden, wenn’s in den nächsten Schritten feucht wird!

Schritt 2: Fenster Glas gründlich vorwaschen

Mit dem Mikrofasertuch oder dem Fensterleder waschen Sie zuerst innen die Scheiben gründlich ab. Danach folgt Schritt 3, bevor Sie an die schmutzigeren Außenscheiben gehen. Hartnäckigen Schmutz besser einweichen und nicht mit der kratzigen Seite eines Topfreinigers bearbeiten: Das hinterlässt Kratzspuren!

simplify-Rat: Je besser Sie vorputzen, desto geringer wird das Risiko für Streifenbildung! Waschen Sie das Tuch deshalb zwischendurch im Eimer gut aus und wechseln bei starker Verschmutzung das Putzwasser.

Schritt 3: Keine Streifen. Fensterscheibe abziehen

Nach der Vorwäsche der Innenscheiben ziehen Sie diese mit dem Gummiabzieher trocken, Bahn für Bahn von oben nach unten. So vermeiden Sie Streifen oder Schlieren. Zwischendurch den Abzieher am Tuch abwischen, damit Sie bei der nächsten Bahn Schmutz und Wasser nicht verteilen. Mit den äußeren Scheiben verfahren Sie genauso.

simplify-Rat: Haben Sie kleinere Fenster zu putzen, können Sie erst innen und außen vorwaschen, bevor Sie den Abzieher ansetzen.

Schritt 4: Fenster polieren

Mit dem Mikrofasertuch oder dem Fensterleder wischen Sie die Scheiben nach dem Fenster putzen ganz trocken, vor allem an den Rändern und in den Ecken. Achten Sie darauf, es vorher gut auszuwaschen, oder nehmen Sie ein sauberes Tuch.

simplify-Rat: Wenn Sie das Fenster hin- und herbewegen, können Sie mögliche Schlieren erkennen und bei Bedarf nachpolieren.

Schritt 5: Entrümpeln nach dem Fenster putzen

Zum Schluss wischen Sie noch einmal über die Fensterbank bzw. den Boden. Nun können Sie den Ursprungszustand mit Gardinen und Deko-Gegenständen oder Pflanzen wiederherstellen.

simplify-Rat: Nutzen Sie diesen Schritt, um Sachen zu entrümpeln, die sich ungewollt dort angesammelt haben! Ersetzen Sie kaputte Gegenstände oder entsorgen Sie sie ganz.

Fenster putzen Tipps: Kleine Helferkunde

Hier ein paar Tipps welche Helfer für ein sauberes Glas sorgen:

Spüli / Spülmittel oder Reinigungsmittel: Sie lösen hartnäckigen und fetthaltigen Schmutz.

Brennspiritus: Ein Schuss Alkohol im Wischwasser – Spiritus ist letztlich nichts anderes – reinigt gut und beschleunigt die Verdunstung. Das verhindert Kalkablagerungen und Sie müssen weniger nachpolieren.

Essig: Einmal abgesehen von seiner reinigenden und entkalkenden Wirkung verhindert sein Duft, dass sich Fliegen allzu schnell wieder auf den Scheiben niederlassen.

Mikrofasertücher: Sie sind wahre Schmutzmagneten. Sie eignen sich für die Vorwäsche genauso wie zum Polieren. 

Fensterleder: Old but Gold! Mit dem Fensterleder lassen sich Schlieren und Streifen auf dem Glas einfach entfernen.

Schmutzradierer: Einen Schmutzradierer empfehlen wirbei starken Verschmutzungen, vor allem an den Fensterrahmen. Der Schmutz wird einfach abgerieben.

Glasreiniger: Hier steckt jede Menge Chemie drin, damit die Fenster sauber werden. Er ist ein guter Helfer, wenn Sie es eilig haben. Ansonsten kommen Sie mit unseren 3 genannten Wasser-Zusätzen aus.

Hausmittel für das Fensterputzen: Die besten Tipps für klare Sicht

Kochfeldschaber bei grober Verschmutzung

Hartnäckige Verschmutzungen wie Teer, Farbe, Flugbenzin oder Ölreste, die sich mit üblichen Fensterreinigern oder natrülichen Reinigungsmittel nicht reinigen lassen, können mit einem Kochfeldschaber für Herdplatten oder das Ceranfeld, einer herkömmlichen Rasierklinge oder einem scharfen und dünnen Spachtel leicht entfernt werden. Besonders die Schaber verhindern das Kratzer auf den Fenstern entstehen, denn mit stumpfen Spachteln oder  kann das leicht passieren.

Mit Schwarztee im Putzwasser gegen den Schmutz

Wer hätte Gedacht das eine leckere Tasse Earl Grey beim streifenfreien Fensterputzen und beim reinigen der Fensterrahmen helfen kann? In Schwarzem Tee sind sehr viel Gerbstoffe enthaltenen. Schmutz, Fett, Schockolade, Fingerabdrücke und Nikotin werden durch die Gerbstoffe leichter entfernt.

Eine Tasse Tee mit zwei Beuteln aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und ins Putzwasser geben. Noch effektiver wird die Mischung, wenn du den Saft einer Zitrone hinzufügst. Das hilft gegen Kalk. Außerdem bildet der Schwarztee ein Art Schutzschicht, die wie ein Lotusblüteneffekt den Dreck abperlen lässt.

Das tut man nicht: Fensterputzen bei Sonnenschein

Was gibt es nicht alles für Dinge, die „man“ nicht tun soll! Man schmatzt nicht, man zeigt nicht mit dem Finger auf andere Leute und – eher praktischer Natur – man putzt seine Fenster nicht bei Sonnenschein! Denn das gibt unschöne Schlieren und „man“ erntet nur das Prädikat: „Schlecht geputzt!“
Nun will es aber die Natur so, dass der Leidensdruck bei Sonnenschein am größten ist: Jedes Staubkorn macht sich auf der Glasscheibe sichtbar! Jeder Fingerabdruck zeichnet sich ab! Die durchscheinenden Schlieren von der letzten Putzaktion sprechen für sich! Nein, so kann das nicht bleiben ...! Gestern habe ich genau das erlebt. Ich zögerte nur kurz und folgte den Sonnenstrahlen, anstatt zu lassen, was „man“ nicht tut. In einer 5-Minuten-Aktion putzte ich die einzigen beiden normalen Fenster meiner Dachwohnung – und siehe da: Sie sind sauber! Prädikat: „Geputzt!“ Das reicht mir vollkommen aus!

simplify-Tipp: Wenn es mal schnell gehen muss und Sie nur einen Spiegel oder die Innenflächen der Fenster putzen wollen, reicht ein Mikrofasertuch, um streifen freien Glanz zu erzielen. Eine Ecke anfeuchten, Fläche damit abwischen, trockenreiben, fertig!