simplify Weihnachten: Gemeinschaft statt Geschenke

simplify Weihnachten: Gemeinschaft statt Geschenke

Wie Sie die Adventszeit zum Krafttanken nutzen

FrĂŒher waren die Adventswochen als Phase der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest eine Fastenzeit: weniger essen, weniger schuften, mehr Stille und Meditation. Heutzutage sind diese Wochen vollgepackt – weil der Dezember in den Firmen de facto mit dem 23. endet, fehlt eine komplette Arbeitswoche. Zudem fallen in diese Zeit JahresabschlĂŒsse und private Vorbereitungen fĂŒrs Weihnachtsfest. Wir haben Tipps zusammengetragen, wie Sie trotzdem Muße in der Adventszeit finden.

Die simplify-Teerunde

Eine intelligente Tradition aus England: Treffen Sie sich mit Ihren Freundinnen oder Freunden zu einem klassischen Nachmittagstee. Der Witz dabei: Jeder bringt einen Teebecher mit, nimmt aber den von jemand anders mit nach Hause. Auf diese Weise haben Sie den Ritus des gegenseitigen Beschenkens mit diesen Personen bereits abgehakt. Die erhaltene Tasse erinnert Sie das ganze Jahr an die Mitglieder Ihrer adventlichen Teerunde.

Verschenken Sie Zeit

Eine der wertvollsten Gaben in der Adventszeit: ein paar Stunden Muße. Wenn Sie der Veranstalter einer vereinbarten, aber nicht unbedingt notwendigen Sitzung sind: Schenken Sie Freude und sagen Sie sie ab. Wenn Sie Überstunden angehĂ€uft haben: Nehmen Sie sich einen Nachmittag frei und stellen Sie sich Ihrer Familie zur VerfĂŒgung.

Die Nicht-Weihnachtsfeier

Noch ein grandioses Geschenk, das Sie als Chef Ihren Mitarbeitern machen können: Verschieben Sie die ĂŒbliche Weihnachtsfeier auf den Januar. Sie sparen sich die peinliche Frage, wie weltlich oder christlich eine Firmenfete gestaltet werden soll. Bei einem Jahres-Start-Fest sind die Menschen entspannter und motivierbarer fĂŒr die vor ihnen liegenden Aufgaben.

Neue Bedeutung fĂŒr die 24 TĂŒrchen

Verwenden Sie den guten alten Adventskalender fĂŒr neue Zwecke. Beate Meinl aus Hildesheim denkt bei jedem TĂŒrchen an das Jahr, in dem sie so alt war wie die jeweilige Zahl. Bei den Nummern 1 bis 4 erinnert sie sich an ihre Eltern und stellt sich vor, wie die wohl damals mit ihr als Baby Weihnachten gefeiert haben. Bei den anderen Ziffern kramt sie in ihren eigenen Erinnerungen und denkt vor allem an die Menschen, die sie begleitet haben. „Ein schönes GefĂŒhl von Dankbarkeit strömt seit diesem Kniff durch meine Adventszeit“, schreibt sie, „und manchmal bin ich auch froh, nicht mehr 15 zu sein.“

Krippe gucken

Im Advent gibt es ĂŒberall Sterne, Rentiere, WeihnachtsmĂ€nner und andere belanglose Symbole zu sehen. Der eigentliche Anlass, die Geburt Jesu, gerĂ€t fast zur Nebensache. Steuern Sie dem entgegen, indem Sie regelmĂ€ĂŸig eine Kirche in Ihrer NĂ€he besuchen, in der eine Krippenszene aufgebaut ist. Machen Sie in der Mittagspause oder auf dem Heimweg eine Mini-Wallfahrt dorthin. Oder bauen Sie sich selbst eine Krippe auf – eine Tradition, die auf Franz von Assisi zurĂŒckgeht.

Das geheime Geschenk

In manchen amerikanischen Familien ist es Tradition, jedes Jahr bedĂŒrftige Menschen anonym zu beschenken. Die Lewis’ aus Winnipeg stellen am Weihnachtsabend einen mit Leckereien und anderen Geschenken gefĂŒllten Korb vor die TĂŒr einer Familie, die Hilfe gut brauchen kann. Sie klingeln und rennen dann davon wie kleine Kinder.

Beschenken Sie Ihren Chef nicht

Die Grundregel lautet: Geschenke werden „heruntergereicht“. Wenn Sie von Ihrem Vorgesetzten ein PrĂ€sent erhalten, mĂŒssen Sie nicht mit einem Gegengeschenk reagieren, solange Sie keine besonders nahe Beziehung zu ihm haben.  Auch bei Spontangeschenken von anderen Menschen gilt: Bedanken Sie sich, fĂŒhlen Sie sich aber nicht verpflichtet. Nur so lĂ€sst sich die drohende Geschenkspirale beenden.

Schenken Sie Erinnerungen

Ein guter Rat fĂŒr Ă€ltere Menschen kommt von Kelly Wright aus Wisconsin, USA: Ihre Mutter schenkt ihren erwachsenen Kindern jedes Weihnachten einen Fund aus ihrem reichhaltigen Schatz alter Kindersachen und anderer antiker StĂŒcke. Ihre „Dachbodengeschenke“ sind in der Familie sehr beliebt, kosten keinen Cent und helfen der alten Dame, die Vergangenheit an die kommende Generation abzugeben.

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