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So können Sie Aussortiertes verwerten statt wegwerfen


In fast jedem Haushalt befinden sich Dutzende von Dinge, die nicht mehr gebraucht werden: Unmoderne oder zu eng gewordene Kleidung; die einfache Kaffeemaschine, die durch einen Vollautomaten ersetzt wurde; Bücher, deren Lektüre sich kein zweites Mal lohnt; der analoge Fotoapparat; diverse Sammlungen (Schallplatten, Briefmarken) aus jungen Jahren; Unmengen von Spielzeug, dem die Kinder längst entwachsen sind; kratzig gewordene Wolldecken aus der Zeit, in der es noch keinen Fleece gab; die alten französischen Modezeitschriften. Sich von all dem zu trennen, fiele den meisten Menschen gar nicht so schwer – wenn sie nur wüssten, wohin damit! Wir haben uns für Sie nach Alternativen zur Mülltonne umgesehen und einige Punkte aufgelistet, wie Sie Aussortiertes verwerten können:

Erkunden Sie den Markt

Damit Sie etwas zu Geld machen können, muss es jemanden geben, der dafür zu zahlen bereit ist.

simplify-Tipp: Nutzen Sie das Internet für eine Marktrecherche. Wie hoch sind bei Ebay die Gebote für gebrauchte Kaffeemaschinen Ihres (oder eines ähnlichen) Modells? Entspricht die Nachfrage dem Angebot, oder wird auf viele Maschinen gar kein Gebot abgegeben? Markieren Sie dazu in der „Erweiterten Suche“ den Punkt „Beendete Angebote“ und bei „Sortieren“ den Punkt „Gebotsanzahl: wenigste zuerst“.

Bei typischen Sammelgegenständen (etwa bei Porzellanfiguren oder Briefmarken) werfen Sie am besten einen Blick auf die Websites von entsprechenden Sammlerbörsen und Händlern. Einen Familienschatz, der möglicherweise wertvoll ist, können Sie bei schaetze24. de gegen eine Gebühr von 25 bis 60 € von Fachleuten erstbewerten lassen und sehen, ob sich der Gang zum Kunstgutachter lohnt. 

Machen Sie keine halben Sachen

Länger als das Ausmisten selbst dauert es meistens, die aussortierten Dinge an den Mann oder die Frau zu bringen.

simplify-Tipp: Nehmen Sie sich am verregneten Samstagnachmittag Ihren Kleiderschrank nur vor, wenn Sie in den folgenden 1 bis 2 Wochen Zeit haben, die ausgemusterten Stücke anderen anzubieten, auf einem Flohmarkt zu verhökern oder zu einer Kleiderkammer zu fahren. Damit aus Ihrem Zwischenlager kein heimliches Endlager wird, deponieren Sie die Sachen gut sichtbar.

Lassen Sie andere ran, wenn Sie Aussortiertes verwerten möchten

Sie haben keine Zeit, die Sachen bei Ebay einzustellen, Bücher über Amazon zu verkaufen oder Ihre Klamotten auf den Flohmarkt zu bringen? Dann überlassen Sie die Prozedur Profis!

simplify-Tipp: Für Ebay-Verkäufe aller Art gibt es inzwischen professionelle Internet-Verkaufsagenturen (z. B. das Franchise-Unternehmen Feebay.de), Bücher und CDs werden Sie bei Ankäufern wie momox.de los. Auf den Portalen bonavenid.de und werzahltmehr.de erfahren Sie, wer für welches Produkt momentan am meisten bietet. Edle Erwachsen- und Kinderkleidung werden von Second-hand-Läden in Kommission genommen. Erkunden Sie kritisch die Konditionen: Zahlt der Händler einen festen Preis? Wie hoch sind seine Gebühren (bei Feebay bis zu 50 %)? Fallen auch Gebühren an, wenn der Gegenstand nicht verkauft wird?

Packen Sie eine „zu verschenken“-Kiste

Wenn Sie hin und wieder auf Flohmärkten verkaufen, können Sie die Gelegenheit auch nutzen, um unverkäuflichen Kleinkram loszuwerden. Stellen Sie die Dinge in offenen Boxen mit großem „zu verschenken“-Schild vor Ihrem Stand auf. Nebeneffekt: Aufmerksamkeit für Ihren Verkaufsstand. So eine Kiste mit nettem Kram oder nützlichen Kleinigkeiten können Sie auch am Arbeitsplatz oder in Ihrer Wohnanlage platzieren.

simplify-Tipp: Was umsonst ist, wird nicht wertgeschätzt. Wenn Sie zusätzlich ein Spendenkästchen für einen guten Zweck aufstellen, erhöhen Sie bei Vorbeigehenden die Hemmschwelle, gedankenlos zuzugreifen.

Verschenken Sie ohne Druck

Am meisten Freude macht das Schenken, wenn der andere die Dinge tatsächlich verwendet: Sei es, dass der Nachbarssohn Ihr altes Schlafsofa als Bett benutzt (und Ihnen ein Foto seiner Studentenbude mailt) oder Sie den Stoff Ihrer alten Bluse im gequilteten Wandbehang Ihrer Freundin wiederentdecken.

simplify-Tipp: Erzwingen Sie nichts, auch wenn Sie Ihr Aussortiertes unbedingt verwerten möchten. Auch wenn Sie finden, dass Ihr ausgemusterter Garderobenständer den Nachbarn gute Dienste leisten könnte oder die Lederjacke Ihrem Neffen wunderbar stehen würde: Lassen Sie den anderen die Freiheit, Ihr Angebot abzulehnen („Bin nicht böse, wenn das nicht deinem Geschmack entspricht“). Erpressen Sie keinesfalls nach dem Motto „Wenn du es nicht nimmst, muss ich es wegtun“. Das gilt auch für Erbstücke, die Sie gern innerhalb der Familie weitgeben würden.

Erweitern Sie Ihren Empfängerkreis

Kann in Ihrem Umfeld niemand die Sachen brauchen, können Sie via Internet heute viel mehr Menschen erreichen als früher mit einem „Biete“-Zettel im lokalen Supermarkt.

simplify-Tipp: Wo Sie etwas verkaufen können, können Sie auch eine „zu verschenken“-Kleinanzeige aufgeben: etwa auf ebay.de, quoka.de oder kurzfuendig.de. Indem Sie Ihr Angebot auf „Selbstabholer“ beschränken, sparen Sie sich den Versand. Beliebt sind außerdem feste Verschenk-Gruppen. Suchen sie bei Facebook nach Ihrem Wohnort oder der nächsten größeren Stadt mit Begriffen wie „verschenken“ oder „Verschenkmarkt“. Je größer und aktiver die Gruppe, desto eher werden Sie Ihre Dinge los!

Spenden Sie sinnvoll

Der Altkleidermarkt ist inzwischen hart umkämpft. Auf manchen Containern klebt das Logo einer (angeblichen) Hilfsorganisation, tatsächlich streicht aber ein kommerzieller Händler den Gewinn ein. Am besten bringen Sie gut erhaltene Kleidung zu einer der Kleiderkammern, wie sie von Caritas, Diakonie oder regionalen Hilfseinrichtungen unterhalten werden. Auch Bahnhofsmissionen, Obdachloseneinrichtungen und Frauenhäuser sind oft für Kleider-, Bettund sonstige Wäschespenden dankbar. Ebenso Tageseinrichtungen für Kinder. Erkundigen Sie sich vorher nach dem konkreten Bedarf. Caritative Gebrauchtwarenläden („Sozialkaufhäuser“) nehmen Haushaltsgegenstände, Elektrogeräte, Möbel etc. an und verkaufen sie zu günstigen Preisen. Oft werden in diesen Läden Menschen beschäftigt, die auf dem Arbeitsmarkt sonst ohne Chance sind – Sie tun aber doppelt etwas Gutes.

simplify-Tipp: Was viele Menschen nicht wissen: Besonders wertvoll sind gebrauchte Schuhe. Auf schuhgabe.de können Sie einen Aufkleber zum kostenlosen Versand eines großen Schuhpakets herunterladen. Der Erlös kommt Dritte-Welt-Projekten zugute, Organisator ist die evangelische Diakonie.

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