simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Messie (2)


Messie? Sind wir nicht alle mal unordentlich?

„Was sich nicht alles im Laufe der Zeit ansammelt!“, geht vielen Menschen durch den Kopf, wenn sie ihr Zuhause betrachten. Eine verräterische Formulierung, denn sie schiebt die Verantwortung für das voll gestopfte Heim auf die Dinge selbst. In vielen von uns steckt manchmal ein kleiner Messie: Ungern aufräumen und seltenes Entrümpeln zählen dabei noch zu den harmlosen Erscheinungen. Geht es auch Ihnen manchmal so? Dann befreien Sie sich! Denn erst wenn das Messie-Syndrom bekämpft wurde, erfahren Sie, was es wirklich bedeutet, nicht nur Ihr Zuhause, sondern auch Ihr Leben zu vereinfachen. Trennen Sie sich also endlich von alten Dingen aus der Vergangenheit und spüren Sie, wie das Loslassen auch Ihrer Seele tut gut.

simplify Sofort-Tipp

 

Machen Sie einen Termin mit sich selbst

 

„Messies" sind viel beschäftigte Menschen, die keine Zeit zum Aufräumen erübrigen können, weil sie ihre (meist zahlreichen) Verabredungen einhalten. Deshalb: Tragen Sie jetzt sofort für nächste Woche einen festen Aufräumtermin in Ihrem Kalender ein (mit Uhrzeit!), wie ein Seminar oder einen Vortrag, den Sie besuchen. Gestalten Sie den Aufräumtag bei sich zu Hause dann ganz professionell: pünktlicher Beginn, alle 90 Minuten eine Kaffeepause, dazwischen konzentriertes Arbeiten ohne Telefonate, Einkaufen gehen etc.

Natürlich gibt es noch eine Menge weiterer Tipps gegen eine wachsende Unordnung. Probieren Sie's aus und sie finden die richtige Methode für sich!

Clevere simplify-Tipps für Sammler

 

Gewinnen Sie Ihre Souveränität über Ihr Zuhause zurück! Sagen Sie: „Das habe ich gesammelt!“ – und entscheiden Sie, was Sie behalten wollen und was nicht. Mit diesen cleveren simplify-Tipps werden Sie kein Messie.

Eine Vorstellung, die unsere Alltagserfahrung recht schön beschreibt: Ordnung ist kein Naturereignis. Normal ist das Chaos, und gegen das müssen wir tagtäglich ankämpfen. Sandra Felton, die viele Bücher für "Messies" (Schlamper) geschrieben hat, formuliert es so: "Jeder Haushalt, der sich selbst überlassen bleibt, versinkt im Chaos." Oder frei nach Murphys Gesetz: "Jede Unordnung, die eintreten kann, wird auch eintreten."

Auf der anderen Seite kann Aufräumen und Putzen zum Lebensinhalt werden. Eine Wohnung, in der nichts herumsteht und wo man "vom Boden essen" könnte, vereinfacht das Leben durch ihren ständigen Reinigungsaufwand keineswegs. Sie kann für alle Bewohner sogar zum Stressfaktor werden ("Bring ja nicht wieder Gäste mit, die sich nicht die Schuhe ausziehen wollen!").

 

Zwischen Verhau und Zwanghaftigkeit

 

"Einfacher leben" gelingt beim Thema Ordnung, wenn Sie den goldenen Mittelweg finden: eine gewisse Grund-Unordnung gelassen hinnehmen, aber gegenüber den Chaosdrachen nicht kapitulieren. Hier die wichtigsten Aufräum-Tipps aus der Messie-Bewegung.

 

Die Goldene Regel

 

Sie gilt für alle Gegenstände in ihrer Wohnung: Behalten Sie nur Dinge, von denen Sie sagen können:

1. Ich finde sie nützlich. Oder:
2. Ich finde sie schön.

 

"Sammeln" ist nicht gleich "Sammeln"

 

Unterscheiden Sie streng zwischen Sammeln und bloßem Aufheben. Zu einer echten Sammlung gehört System und Spezialisierung, z.B. Eierbecher aus bemaltem Porzellan oder Visitenkarten von Leuten mit dem gleichen Vornamen oder Teddybären in jeder Form. Eine eigene Sammlung aufbauen ist ein wunderbares Hobby, dem Sie zu Recht Zeit und Platz einräumen.

Aufheben dagegen tun wir viele Dinge, von denen wir uns eigentlich trennen könnten. Wir brauchen sie nicht zum Leben, ihre Pflege kostet uns Zeit und Platz. Diese Dinge können sich derart vermehren, dass sie die Kontrolle über uns übernehmen. Sie fressen Zeit und Energie auf, nehmen Platz weg, und mutieren mit der Zeit auch zum "Krempel", weil es so viel und unüberschaubar ist. Motive fürs eigentlich unnötige Aufheben gibt es viele: Respekt (vor denen, die sie uns gegeben oder vererbt haben), Vorsichtsmaßnahme für schlechte Zeiten, Wiederverwertbarkeit, ehemals hoher Anschaffungspreis, soll einmal der nächsten Generation gehören.

Dinge, auf die eines der genannten Motive zutrifft, sollten Sie radikal aussortieren. Statt einer wahllosen Mischung aus wertvollen und unwichtigen Erinnerungsstücken haben Sie schließlich nur noch eine klar begrenzte Auswahl zu versorgen, an der Sie sich ganz anders freuen können.

Behalten Sie nur das Beste. Qualität statt Quantität.

 

Zeit gewinnen!

 

Werfen Sie vor allem alte Zeitungen, Zeitschriften und auch Bücher großzügig weg. Rechnen Sie beim Wegschmeißen mit: Es dauert etwa 4 Stunden, um eine 1 cm dicke Zeitschrift durchzulesen. Ein Karton mit ca. 50 cm bedrucktem Papier entspricht fast einem kompletten Monat Zeit, die Sie dabei gewinnen!

 

Ordnungstrick Nr. 1: der freie Fußboden

 

Dinge, die auf dem Boden herumliegen, signalisieren "Chaos!". Sie werden staunen, wie ordentlich ein Zimmer allein dadurch wirkt, wenn nur der Boden vollständig freigeräumt ist. Volle Regale, Schränke oder Wände wirken längst nicht so schlimm. Die Shaker, eine strenge amerikanische religiöse Gemeinschaft aus dem letzten Jahrhundert, haben daraus eine Kultur gemacht und prinzipiell alles an die Wand verbannt: Besen, Kleider und Stühle hingen (nach ihrer Benutzung) an einer Leiste mit Haken, die in allen Zimmern einheitlich herumlief.

 

Kleine Schritte

 

Wichtig: Lieber jeden Tag nur eine Schublade machen, und Arbeit in kleine bekömmliche Etappen einteilen. Sonst verliert man die Lust, bevor der Werkzeugkeller oder die riesige Schublade mit den Familienbildern geschafft ist!

Gönnen Sie sich eine kleine Belohnung, wenn Sie einen Abschnitt erfolgreich entrümpelt und ausgemistet haben.

Eine Frage der Motivation

 

Zu viele Dinge belegen nicht nur Platz, sondern nehmen ihren Besitzern auch innerlich Freiräume. Und doch langt der Wunsch nach einem aufgeräumten und großzügig wirkenden Zuhause oft nicht zum Loslassen. Messie werden - das muss nicht sein. So schaffen Sie’s:

 

Kleidungsandenken

 

Sammelobjekte: nicht mehr getragene Kleidungsstücke. Der Pullover, den Sie beim 1. Date anhatten, die viel benutzte Trekkinghose, das flotte Jackett aus einer schlankeren Phase. Ganz zu sc

hweigen von den alten Kleidungsstücken der Kinder (der süße Strampelanzug, das Einschulungskleid).

Loslass-Motivation: Glückliche Erinnerungen rufen diese Stücke nur hervor, wenn Sie sie sehen, aber nicht, wenn sie im hintersten Winkel des Kleiderschranks oder in einer Kellerkiste ein Schattendasein fristen.

simplify-Tipp: Bieten Sie noch gute Kleidungsstücke jemandem an, der in Ihrer Nähe wohnt und den Sie mögen. So können Sie sich jedes Mal freuen, wenn Sie die Nachbarsmädchen mit den Kleidern Ihrer Tochter sehen oder Ihre Freundin in Ihrer zu engen Jacke. Die Kleidungsstücke wirken schon deutlich getragen oder unmodern? Lassen Sie die Stoffe zu einem Erinnerungsquilt (Kissen, Decke) verarbeiten. So finden Sie viele Erinnerungen in einem schönen und zugleich praktischen Stück vereint. Viele Quilterinnen übernehmen Auftragsarbeiten. Jemanden in Ihrer Nähe finden Sie am besten über einen Laden für Quilterinnen, wie es sie in immer größerer Zahl gibt, oder per Google („quilten“ + Ihre Stadt).

 

Informationen

 

Sammelobjekte: alte Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren etc. Gerade bei sehr interessierten Menschen füllen sich damit Regale, Abstellecken, ja ganze Zimmer.

Loslass-Motivation: Es dauert etwa 4 Stunden, um eine 1 cm dicke Zeitschrift durchzulesen. Wenn Sie einen 50-cm-Stapel bedruckten Papiers entsorgen, gewinnen Sie damit einen Monat Zeit.

simplify-Tipp: Spendieren Sie das Papier Ihrer Papiermülltonne. Achtung: Wenn Sie die einzelnen Zeitschriften vorher noch einmal in die Hand nehmen, laufen Sie Gefahr, hängen zu bleiben. Bewahren Sie daher ab sofort alles Gedruckte, das Sie lesen müssen, separat auf. Den übrigen Lektürestapel können Sie bei Bedarf ungelesen entsorgen.

 

Geerbtes

 

Sammelobjekte: was Sie bei einer Wohnungsauflösung aus Pietät zu sich genommen haben, obwohl Sie es unpraktisch oder hässlich finden.

Loslass- Motivation: Je stärker solche Erbstücke Ihr Wohlgefühl beeinträchtigen (z. B. der dunkle Schrank, der Ihr Schlafzimmer erdrückt), desto negativer werden Ihre Erinnerungen an die Verstorbenen.

simplify-Tipp: Heben Sie von den reinen Pietätsstücken nur eines auf, und geben Sie den Rest weg, so laufen Sie nicht Gefahr ein Messie zu werden. Wählen Sie etwas, das Sie mit der/dem Verstorbenen verbindet, etwa die Kuchenplatte, die immer für Sie gefüllt war, wenn Sie sonntags zu Besuch kamen.

 

Nützliches

 

Sammelobjekte: Schreibutensilien, Briefumschläge, Versandtaschen & Co. „kann man immer brauchen“ – und auch überall im Haus. Diese Gebrauchsgegenstände ähneln Eichhörnchenvorräten: Sie sind oft über mehrere Zimmer verteilt und im Ernstfall unauffindbar.

Loslass-Motivation: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die tatsächliche Menge Ihrer „Vorräte“, und kalkulieren Sie, wie lange Sie damit durchhalten, wenn kein Nachschub mehr kommt. So laufen Sie weniger Gefahr, zu den Briefumschlägen im Sonderangebot zu greifen oder die beschädigte Versandtasche „für alle Fälle“ aufzuheben.

simplify-Tipp: Bringen Sie derartige Materialien gesammelt in einem Zentrallager unter (z. B. in einem Kellerregal oder unten im Wohnzimmerschrank). So behalten Sie den Überblick und begrenzen den Raum, den diese Gegenstände einnehmen dürfen. Sie bekommen viel mehr Verpackungsmaterial ins Haus, als Sie selbst verwenden können? Bringen Sie wattierte Umschläge etc. zu einem Flohmarkt – die meisten Amateurverkäufer sind froh über zusätzliches Verpackungsmaterial. Oder lassen Sie sich durch Ihre Umschlagsammlung motivieren, alte Bücher über amazon.de anzubieten und dann zu versenden.

 

Kindergeschenke

 

Sammelobjekte: Gemälde, die Ihr Nachwuchs Ihnen in großer Zahl schenkt. Auch wenn Sie nicht an jedem einzelnen Bild hängen – Geschenke wirft man doch nicht weg, oder?

Loslass- Motivation: Schließen Sie die Augen, und stellen Sie sich den Papierberg vor, der entstehen würde, wenn Sie in den nächsten Jahren alles aufheben würden. Schrecklich!

simplify-Tipp: Schaffen Sie für jedes Kind einen Wechselrahmen an, und suchen Sie gemeinsam jeden Monat ein Bild dafür aus. So zeigen Sie Ihren Kindern Wertschätzung für die Bilder – und lassen sie selbst bestimmen, welches das schönste ist. Am Ende des Monats kommt das Bild, mit Namen und Datum versehen, in eine Sammelmappe.

Sie dürfen die anderen Kunstwerke trotzdem nicht wegwerfen? Besser, als es nach ein paar Wochen heimlich zu tun: Legen Sie die Bilder in eine Sammelbox, und sehen Sie sie gemeinsam am Jahresende wieder durch. Weil Ihre Kinder nun schon wieder besser malen können, wird ihnen der Abschied von alten Kunstwerken leichter fallen und Sie vermeiden es wie ein Messie einen Papierberg anzuhäufen.

 

Heimwerker- und Handarbeitsprojekte

 

Sammelobjekte: das angefangene Strickzeug, der Lampenschirm mit einem Riss drin, das Album mit Kinderfotos, das Sie Ihren Eltern letzte Weihnachten schenken wollten, der Toaster, dessen Mechanik klemmt ...

Loslass-Motivation: Nichts belastet so sehr wie Arbeit, die Sie ewig vor sich herschieben. Befreien Sie sich davon – und damit von Ihrem schlechten Gewissen!

simplify-Tipp: Geben Sie Ihren Objekten noch eine letzte Chance. Bringen Sie sie gesammelt in einer Kiste unter. Wenn Sie Zeit und Lust zu basteln haben, finden Sie dort eine reiche Auswahl. Kleben Sie an jede Sache ein Haftetikett mit einem realistischen „Erledigungsdatum“ – das ist der Zeitpunkt, zu dem Sie spätestens damit fertig sein möchten. Sie haben’s bis dahin nicht geschafft? Nun müssen Sie handeln: wegwerfen, auf dem Flohmarkt verkaufen, verschenken, Material anderweitig verwenden (z. B. Strickzeug auftrennen und Wolle den Kindern zum Basteln schenken) ... Oder Sie suchen jemanden, der die Arbeit für Sie übernimmt – in der Nachbarschaft, unter Freunden oder über einen Tauschring, wie es ihn an vielen Orten gibt.

Besonders belastend: unerledigte Arbeiten für andere. Beispiel: Sie haben Ihrer Nachbarin angeboten, einen Vorhang für sie zu nähen. Entschuldigen Sie sich dafür, dass Sie nicht dazu gekommen sind, und geben Sie das Material oder die Sache zurück. Vermutlich wird der/die andere Ihnen dankbar für die klare Auskunft sein! 

 

Für besonders harte Fälle haben wir noch weitere Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen den Raum in Ihrer Wohnung wieder zurück zu gewinnen.

 

Selbstorganisation: Nie wieder Messie

 

 

Jetzt ist die beste Zeit zum Ordnung schaffen: Im Advent, wenn die Tage kürzer werden, es draußen ungemütlich wird und man ohnehin lieber zu Hause bleibt - nun sollten Sie die Zeit nutzen und ungeliebte Stapel und Häufchen ausmisten. Hier ein paar bewährte Ratschläge aus der Praxis gegen das "Messie-Syndrom".

 

Sie sind kein Messie!

 

Ein Hang zum übertriebenen Aufheben, eine Schwäche beim Organisieren von vielen Dingen - das ist kein Persönlichkeitsmerkmal wie linkshändig oder rothaarig. „Messie" (von englisch „mess", Unordnung) ist ein vorübergehender Zustand, in manchem vergleichbar mit einer leichten Sucht. Jede Sucht ist eine Suche, und jede Sucht hat einen guten Kern.

Oft wollen Menschen mit ihrer Sammelleidenschaft etwas für andere tun. Oder sie haben in ihrer Vergangenheit ein einschneidendes Erlebnis von Mangel gehabt. Oder sie sind sehr perfektionistisch - die großen Stapel von Unerledigtem entstehen, weil sie „eines Tages" die gestapelten Dinge sehr perfekt erledigen wollen.

 

Räumen Sie als Erstes den Fußboden frei

 

Bevor Sie irgendetwas anderes angehen, brauchen Sie Bewegungsfreiheit. Erfinden Sie neue Aufbewahrungsmöglichkeiten, besorgen Sie sich Regale, Stehsammler, Kisten - und werfen Sie völlig veraltete Sachen (die sich in den hinteren Winkeln versteckt hatten) fort. Befolgen Sie die Grundregel für den Zusammenhang von Wohnen und Geldverdienen: Ohne freien Fußboden kein Wohl-Stand.

 

Fangen Sie klein an

 

Wählen Sie eine abgeschlossene Einheit aus, bei der Sie anfangen. Es sollte etwas sein, das Sie in 2 bis 3 Stunden komplett entrümpeln können: das Gewürzregal in der Küche, eine Schublade Ihres Schreibtischs oder die Abteilung Socken im Kleiderschrank. Dann geht es in 6 Schritten:

  1. Räumen Sie die entsprechende Einheit (Regal, Schublade, Schrankfach) komplett leer.
  2. Putzen Sie die leere Einheit blitzblank.
  3. Werfen Sie großzügig weg: was Sie 1 Jahr lang nicht mehr in der Hand hatten, was Sie nie wieder brauchen, was hier nicht hergehört. Wertvollere Stücke landen auf dem Flohmarkt.
  4. Fassen Sie kleine Dinge in Schachteln und anderen Behältern zusammen.
  5. Räumen Sie die verbleibenden Dinge wieder ein.
  6. Freuen Sie sich über die kleine Ordnungsinsel, die Sie geschaffen haben (und klagen Sie nicht darüber, wie viel noch zu tun ist).

So wie sich die Unordnung allmählich in Ihrer Wohnung oder an Ihrem Arbeitstisch ausgebreitet hat, so kann sich von Ihrer neu geschaffenen Keimzelle die Ordnung ausbreiten!

 

Nutzen Sie den Schatztruheneffekt

 

Schaffen Sie sich professionelle Aufbewahrungssysteme an. Sparen Sie dabei nicht, sondern setzen Sie auf Qualität. Für den Schreibtisch vor allem: eine richtige Hängeregistratur mit Wagen (keine Selbstbaulösungen) und stabile Stehsammler (z. B. die von Leitz, nicht die von Ikea). Der Hintergrund: In billigen Kisten sammeln Sie tendenziell mehr, weil Ihr Unterbewusstsein weiß, dass der Aufbewahrungsplatz wenig kostet. Bei Systemen, für die Sie mehr Geld ausgegeben haben, sortiert Ihr Unterbewusstsein schon im Vorfeld aus - in die wertvolle „Schatztruhe" kommen nur wertvolle Sachen.

 

Suchen Sie Helfer

 

Eine der effizientesten Maßnahmen von Messie-Selbsthilfegruppen ist die Vermittlung von Partnern beim Aufräumen. Was Sie allein immer wieder vor sich herschieben - mit einem Leidensgenossen, der zu Ihnen kommt, packen Sie's. Er (oder sie) hat eine realistischere Einstellung zu den Dingen, weil er - anders als der Besitzer - nicht emotional an den Dingen hängt. Wenn der Helfer bei Ihnen war, helfen Sie ihm. Falls Sie keinen „Mit-Messie" finden, fragen Sie im Freundeskreis. Bieten Sie als Gegenwert ein Abendessen oder sonst ein Gemeinschaftserlebnis. Das Geld dafür ist gut angelegt, denn zu zweit geht Aufräumen 3-mal so schnell!

 

Streichen Sie Ihre Wohnung

 

Natürlich nicht auf einmal, sondern Zimmer für Zimmer. Dazu müssen Sie vorübergehend aus dem Zimmer ausziehen, und zwar komplett. Die Methode ist aufwendig, aber sehr wirksam, denn Sie sind gezwungen, jeden Gegenstand in Ihrem Zimmer in die Hand zu nehmen und eventuell wegzugeben. Versprochen: In einem frisch gestrichenen, vielleicht mit einem neuen Bodenbelag versehenen und schön eingeräumten Zimmer fühlen Sie sich wie ein neuer Mensch.

 

Trennen Sie sich von einem Sammelgebiet komplett

 

Meist ist es leichter, z. B. das Sammeln von Modelleisenbahnen oder eine Kollektion alter Tassen ganz aufzugeben, als nur teilweise zu reduzieren. Wenn es jemanden gibt, an den Sie eines Ihrer Hobbys abgeben oder verkaufen können (und damit Freude bereiten) - tun Sie's! Es wird Ihr Leben wirklich vereinfachen.

 

Harte Tipps für harte Fälle

 

Wenn gegen das alltägliche Chaos gar nichts mehr zu helfen scheint

 

Achtung: Dieser Artikel ist nicht für Leute, die sich ab und zu einmal über ihren vollen Schreibtisch ärgern. Er ist auch nichts für Menschen, die sich wundern, warum in simplify your life immer so viel vom Aufräumen die Rede ist. Er ist gedacht für „Messies“, also Menschen, denen die angesammelten Gegenstände des Alltags buchstäblich über den Kopf wachsen. In Zusammenarbeit mit Betroffenen haben wir einige der gängigsten Methoden untersucht: warum sie so häufig nicht funktionieren – und was Sie tun müssen, damit es doch noch etwas wird mit dem bitter nötigen „simplifyen“.

  

 

Arbeiten Sie mit einem bezahlten Partner

 

Der übliche Tipp: Suchen Sie sich einen „Leidensgenossen“ und helfen Sie sich gegenseitig beim Entrümpeln.

Warum das bei Messies nicht klappt: Die Vorstellung, nicht nur bei sich, sondern auch noch bei jemand anders ein Chaos besiegen zu müssen, ist nicht gerade verlockend. Manche Menschen schämen sich außerdem, wenn Bekannte so intim in ihr Tohuwabohu eindringen.

Notfall-Tipp: Bezahlen Sie Ihren Helfer. Mieten Sie jemanden vom Studentenschnelldienst oder bieten Sie einem Schüler ein paar Euro für seine Mithilfe an. Ein derartiger Helfer diszipliniert Sie während der Arbeit, denn schließlich wollen Sie die bezahlten Stunden ja sinnvoll nutzen.

 

Finden Sie einen Flohmarkt-Profi

 

Der übliche Tipp: Verschenken Sie, was Sie nicht mehr brauchen, aber zum Wegwerfen zu schade ist.

Warum das nicht klappt: Es ist schwierig, Menschen zu finden, die ausgerechnet das brauchen können, was Sie aufgehoben haben.

Notfall-Tipp für Messies: Auf jedem Flohmarkt gibt es „Halbprofis“ – keine berufsmäßigen Händler, aber Menschen mit Kaufen und Verkaufen als Hobby. Suchen Sie sich einen, der Ihnen vertrauenswürdig erscheint, und bieten Sie ihm Ihre Sachen kostenlos zur Abholung an (Voraussetzung ist natürlich, dass er alles komplett abnimmt). Damit helfen Sie dem Halbprofi, etwas zu verdienen, und Sie haben die Gewähr, dass viele Ihrer Sachen an Käufer geraten, die noch etwas damit anfangen können. Eignet sich besonders gut bei Kleidung.

 

 

Simulieren Sie eine Katastrophe

 

Der übliche Tipp: Stellen Sie sich vor, durch einen Zimmerbrand (der rechtzeitig gelöscht werden konnte) ist ein Teil Ihrer Sachen vernichtet worden.

Warum das nicht klappt: Die Dankbarkeit, dass das ja nur eine Idee ist, überwiegt.

Notfall-Tipp für Messies: Tun Sie es nicht nur in Gedanken, sondern führen Sie es wirklich durch: Packen Sie den Inhalt eines kompletten Schranks oder Regals in große Kisten und bewahren Sie die an einem für Sie schwer erreichbaren Ort auf (Dachboden, Keller, Garage, bei Bekannten). Leben Sie mindestens ½ Jahr ohne diese Sachen. Wie fühlt sich das an? War der Verlust so schlimm wie erwartet? Nutzen Sie Ihre dabei gewonnenen Erfahrungen, um noch radikaler zu entrümpeln.

 

 

Denken Sie radikaler

 

Der übliche Tipp: Geben Sie alles weg, was Sie ein Jahr lang nicht mehr benutzt haben.

Warum das nicht klappt: Sie können sich einfach nicht von dem Gedanken lösen, dass auch Dinge, die viele Jahre ungenutzt lagerten, eines Tages wieder von unschätzbarem Wert sein könnten.

Notfall-Tipp für Messies: Verschärfen Sie Ihre mentale Vorstellung. Stellen Sie sich vor, Sie hätten noch ein Jahr zu leben. Was wäre dann wirklich noch von Bedeutung? Werfen Sie alles andere weg. Das klingt vielleicht makaber, aber es wird Ihnen ein neues, zukunftsorientiertes Leben ermöglichen!

 

 

Packen Sie Ihren Nachlass

 

Der übliche Tipp: Heben Sie nicht Unmengen von Dingen für Ihre Nachkommen auf. Geben Sie Ihren Kindern oder Verwandten „mit warmen Händen“, was Sie ihnen nach Ihrem Tod vererben möchten.

Warum das nicht klappt: An manchen dieser Dinge hängen Sie noch und möchten Sie selbst noch genießen.

Notfall-Tipp für Messies: Besorgen Sie sich eine Truhe oder ein anderes „würdevolles“ Behältnis, in das Sie Ihre wertvollsten Stücke packen. Die Dinge, an denen sich die Menschen nach Ihnen erfreuen und die eine gute Erinnerung an Sie zurücklassen. Mehr, als in diese Truhe passt, dürfen Sie nicht hinterlassen. Verkaufen oder verschenken Sie alles andere. Seien Sie realistisch: Belasten Sie sich nicht mit Unmengen von Dingen, die nach Ihrem Tod ohnehin nicht wertgeschätzt werden.

 

Aufräumen: Nie wieder dem Messie-Syndrom erliegen!

 

Stellen Sie sich hin und sagen Sie laut: "Ja, ich will ein Messie bleiben, ich brauche keine Hilfe beim Aufräumen!" Finden Sie den Zustand Ihrer Wohnung schön. Wenn das gelingt, leiden Sie nicht am Messie-Syndrom - lesen Sie einen anderen Text zum Thema Aufräumen und Entrümpeln.

Haben Sie aber Zweifel, dann holen Sie tief Luft und probieren Sie einen anderen Satz: "Ich will frei und ohne Messie-Syndrom leben, ich bin Messie und brauche Hilfe beim Aufräumen!" Dann lesen Sie diesen Artikel weiter.

 

 

Gegen das Messie-Syndrom kämpfen: Lesen Sie diese Seite ganz durch

 

Sagen Sie nicht (wie schon so oft): "Dieser Artikel wird mir als Messie auch keine Hilfe beim Aufräumen sein." Nehmen Sie hin, was Sie lesen. Zu Ihrer Persönlichkeit gehört Widerspruchsgeist. Das ist gar nicht so schlecht. Aber lassen Sie nicht zu, dass dieser Geist immer wieder jeden Rettungsring ablehnt, den Sie als Betroffener mit Messie-Syndrom zugeworfen bekommen.

simplify-Tipp: Akzeptieren Sie jetzt schon, dass die vor Ihnen liegende Aufgabe einfach ist. Jeder, der Ihnen sagt, es sei schwer, ist gegen Sie.

 

 

Vergessen Sie den Blocker gegen das Entrümpeln

 

Warum leide ich am Messie-Syndrom? Ist das eine Fehlfunktion bestimmter Hirnregionen? Habe ich ein schweres Kindheitstrauma? Alle diese Fragen sind Blocker gegen das Entrümpeln.

simplify-Tipp: Werfen Sie diese Fragen über Bord. Niemand ist durch ihre Beantwortung weitergekommen und hat das Messie-Syndrom über Bord geworfen. Warum Sie Messie sind und Hilfe beim Aufräumen brauchen, ist egal. Sie wollen keiner mehr sein. Das ist das Einzige, was zählt.

 

 

Sie leiden am Messie-Syndrom - pfeifen Sie auf die anderen Probleme

 

"Ja, wenn das Chaos in der Wohnung nur mein einziges Problem wäre!" Sie haben ein schlimmes Verhältnis zu Ihren Eltern. Chronische Geldsorgen. Sie fühlen sich wertlos. Sind oft krank. Kurzum: Ihr Messie-Syndrom ist nicht das einzige Problem.

simplify-Tipp: Alle diese Probleme müssen auch gelöst werden. Aber die hindern Sie nicht daran, Ihr Messie-Syndrom ein für allemal loszuwerden. Jetzt geht es nur ums Aufräumen.

 

 

Der erste Schritt zum Entrümpeln: Benutzen Sie Ihre Sachen

 

"Ich brauche das doch aber alles." Haben Sie alte Zeitschriften, aus denen Sie noch etwas ausschneiden wollten? Dann tun Sie es und freuen sich darüber. Hängen im Kleiderschrank alte Sachen, die Sie endlich mal wieder anziehen wollten? Dann ziehen Sie sie jetzt an und freuen sich. Tun Sie das mit allen diesen aufgehobenen Sachen.

simplify- Tipp: Erleben Sie das wunderbare Gefühl, dass niemand Sie zum Wegwerfen zwingt. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, nur bei Ihnen und das jetzt.

 

 

Ich kann nicht aufräumen? Pfeifen Sie aufs Scheitern

 

"Das ist so viel, das Aufräumen und Entrümpeln schaffe ich doch nie!" Scheitern bedeutet, etwas tun zu müssen, was Sie lieber nicht tun möchten. Bei etwas Vergnüglichem dagegen kann man nicht scheitern. So ist das jetzt mit dem Aufräumen.

simplify- Tipp: Schalten Sie um von Müssen auf Wollen. Dann können Sie nicht mehr versagen. Etwas, was Sie wollen, halten Sie auch durch. Oder haben Sie schon einmal gefürchtet, Ihr Lieblingsessen nicht aufessen zu können?

 

 

Seien Sie ehrlich zu sich - so lösen Sie das Problem simplify!

 

"Ohne Chaos verliere ich meine Kreativität!" Sprechen Sie diesen Satz 5-mal hintereinander. Bereits beim 3. Mal werden Sie merken, wie unsinnig er ist. Chaos und Dreck behindern Kreativität. Menschen mit Messie-Syndrom kommen auf viele gute Ideen, aber so gut wie nie mitten in ihrer Wohnung, sondern bei allen möglichen anderen Gelegenheiten.

simplify-Tipp: Trennen Sie die unsinnige Verbindung von Unordnung und Geistesblitz. Chaos bringt niemals einen Gewinn. Ihr Leben wird in einer "leeren" Wohnung nicht leer. Sie verlieren auch nicht Ihre Individualität. Im Gegenteil.

 

 

Gratulieren Sie sich zum Leben nach dem Messie-Syndrom

 

"Ich werde es schaffen!" Auch dieser Satz ist eine Falle. Denn er geht davon aus, dass Sie eigentlich ein Messie sind und dagegen ankämpfen müssen. Sie haben aber doch oben im 1. Absatz bereits beschlossen, keiner mehr zu sein! Sie verlieren nichts, wenn Sie kein Messie mehr sind. Sie können nur gewinnen.

simplify-Tipp: Sie haben es bereits geschafft! Sagen Sie also stattdessen fröhlich: "Ja, ich will beim Thema Ordnung ein ganz normaler Mensch bleiben!"

 

 

Und jetzt?

 

Wo bleiben die Tipps zum Aufräumen? Die praktischen simplify-Anleitungen zum Entrümpeln? Die Kniffe der Profis? Hand aufs Herz: Die kennen Sie alle zur Genüge, besser als viele andere. Die Technik ist nicht mehr das Problem. Sie wissen, dass Sie nicht in leeren Zimmern leben müssen, die Sie gewissenhaft ausräumen und entrümpeln müssen, sondern dass jedes Ding einfach seinen Platz haben sollte. Sie wissen, dass es bei Ihnen niemals steril aussehen wird. Und dass Sie nun endlich anfangen dürfen.

Gratis-Download: 10 goldene Regeln für's Aufräumen und Entrümpeln

10 goldene Regeln für's Aufräumen und Entrümpeln

Zum Download

Kein Messie mehr dank der Vesuv-Methode

Kein Messie mehr dank der Vesuv-Methode

Wenn das Messie-Chaos Überhand nimmt, helfen nur noch drastische Maßnahmen. Wir verraten Ihnen, wie das mit der Vesuv-Methode funktioniert! Mehr lesen

Unsere Produktempfehlungen für Sie


simplify your life

simplify your life

Einfacher und glücklicher leben

Sichern Sie sich hier das Orignal und als Dankeschön die simplify-CD „Ent-rümpeln“ - GRATIS

Zum Produkt
simplify organisiert

simplify organisiert

Einfach erfolgreich durch optimales Zeit- und Selbstmanagment

Investieren Sie im Monat nur 20 Minuten Zeit und nutzen Sie die besten Arbeitstechniken von simplify...

Zum Produkt
simplify Wissen

simplify Wissen

Ihr 20-Minuten-Schlaukopf-Training für beeindruckendes Allgemeinwissen

Lassen Sie sich das aktuelle Wissen unterhaltsam und verständlich aufbereitet nach Hause liefern

Zum Produkt