simplify steht für einen einfachen Weg zu einem bewussten und erfüllten Leben in einer komplexen Welt.

Persönlichkeitsentwicklung (95)

Ihre Persönlichkeit ist all das, was Sie auszeichnet. Im Laufe Ihres Lebens entwickeln Sie sich zwar unbewusst weiter. Dennoch können und sollten Sie sogar Ihre Persönlichkeitsentwicklung bewusst in die Hand nehmen. Denn wenn Sie sich einmal intensiv mit sich selbst auseinandersetzen, werden Sie einige Potentiale erkennen, die tief in Ihnen schlummern. Erwecken Sie diese zum Leben und finden Sie den Weg zu einem glücklicheren und erfüllten Leben.

Wie Sie Ihr Leben in die Hand nehmen

Warum brechen manche Menschen unter Belastungen zusammen, während andere daran wachsen? Warum sehen manche die Welt realistisch, während andere sie permanent durch eine rosarote oder dunkelgraue Brille betrachten? Warum erreichen manche ihre Ziele, während andere weit unter ihren Möglichkeiten bleiben? Die amerikanische Psychotherapeutin Amy Morin hat 13 Faktoren identifiziert, die für mentale Stärke entscheidend sind. Hier 3 Punkte, die uns besonders angesprochen haben, simplify-mäßig zusammengefasst:

 

Werfen Sie Ihr Selbstmitleid über Bord

Typische Anzeichen: Sie denken, Ihre Probleme seien schwerwiegender als die anderer. Sie erzählen häufiger von dem, was in Ihrem Tag schiefgegangen ist, als von dem, was gutgegangen ist. Ihnen ist alles zu viel. Sie ziehen sich zurück – oder suchen die Gesellschaft von Menschen, denen Sie etwas vorjammern können.

simplify-Rat: Ändern Sie Ihr negatives Denken. Gibt es andere Sichtweisen auf Ihre Lebenssituation? Wofür können Sie dankbar sein („Glück im Unglück“)? Was spricht dafür, dass Sie Ihre Probleme meistern werden (Fähigkeiten, Erfahrungen, die Sie bereits gemacht haben, Unterstützung durch andere ...)? Handeln Sie, statt zu grübeln. Gehen Sie Ihre Schwierigkeiten an. Unternehmen Sie etwas, wodurch Sie Lebensfreude ausstrahlen oder anderen Lebensfreude schenken – auch wenn Ihnen nicht danach zumute ist. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre Gefühle ignorieren sollten. Setzen Sie sich mit den Gefühlen auseinander, die hinter Ihrem Selbstmitleid stecken – z. B. Trauer über den Tod eines lieben Menschen oder Wut über Ihre finanzielle Fehlinvestition oder Angst vor chronischen Schmerzen

 

Geben Sie anderen Menschen keine Macht über Sie

Typische Anzeichen: Sie nehmen sich jede Kritik zu Herzen. Sie werden regelmäßig so wütend, dass Sie etwas sagen und tun, was Sie später bereuen. Sie können schlecht „nein“ sagen und Ihr eigenes Ding machen, obwohl es Sie nervt, sich nach anderen zu richten. Ob Sie einen guten oder einen schlechten Tag haben, hängt vom Verhalten anderer Menschen ab.

simplify-Rat: Sehen Sie konsequent Ihre Wahlmöglichkeiten. Sie können die Kritik Ihres Kollegen als finales Urteil über Ihre Leistung betrachten oder als eine von vielen Stimmen. Sie können Ihrem Schwager am Wochenende beim Streichen helfen oder ihm sagen, dass Sie das schöne Wetter zu einem Ausflug nutzen wollen. Sie können zurückmotzen, wenn Ihr Teenager seine schlechte Laune an Ihnen auslässt, oder in ein anderes Zimmer gehen und schöne Musik anschalten. Sie können eine Stunde lang auf den versprochenen Anruf Ihrer Freundin warten oder nach 20 Minuten zu Ihrem Einkaufsgang in die Stadt aufbrechen.

Oft entscheidend: Verkneifen Sie sich Ihre erste, spontane Reaktion. Wenn Sie z. B. am Telefon vorschnell Zusagen geben, legen Sie sich Sätze zurecht wie „Ich überlege mir das und rufe heute Abend zurück“. Bevor Sie sich von einer Kritik in Missstimmung versetzen lassen, unterziehen Sie Ihrerseits die Kritik einer kritischen Prüfung. Machen Sie sich klar, dass auf einen Motzer 10 oder 20 zufriedene (leider stille) Menschen kommen.

 

Missgönnen Sie anderen nicht den Erfolg

Typische Anzeichen: Sie hören nicht gerne zu, wenn andere von ihren beruflichen Erfolgen, ihren gut geratenen Kindern oder einem phantastischen Urlaub erzählen (oder sind neidisch, wenn Sie entsprechende Darstellungen auf Facebook sehen). Sie vermeiden die Gesellschaft von Menschen, die finanziell bessergestellt sind als Sie. Sie geben sich erfolgreicher, als Sie tatsächlich sind. Sie stellen häufiger die Leistungen anderer in Abrede.

simplify-Rat: Lernen Sie die Menschen, deren Erfolge Ihnen zu schaffen machen, wirklich kennen. Dadurch werden Sie sie nicht zu Superhelden hochstilisieren („Der macht alles mit links!“), aber auch nicht ihre Leistungen herabwürdigen („Der hat einfach nur Glück gehabt!“). Sehen Sie solche Menschen nicht als Konkurrenten, sondern als Teil Ihres persönlichen Netzwerks, von deren Erfahrungen, Kompetenzen und Ideen Sie profitieren können, um selbst etwas zu erreichen in Ihrem Leben. Folgen Sie dabei Ihrer persönlichen Definition von „Erfolg“. Stellen Sie sich vor, Sie blicken am Ende Ihres Lebens zurück: Welche Errungenschaften würden Ihnen dann am meisten Freude bereiten? Woran könnten Sie festmachen, dass Sie Ihre Ziele erreicht haben? Worin hätten Sie Ihr Geld, Ihre Zeit und Ihre Talente am liebsten investiert?

Mit der ABCDEF-Methode Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbalance erfahren

 

 Besteht Ihr Leben nur aus Pflichten? Hier eine clevere Methode dagegen

 Sind Sie es leid, immer nur zu funktionieren? Haben Sie es satt, dass sich die anderen gemütlich ausspannen, während Sie schuften und sich für alles verantwortlich fühlen? Ob zu Hause oder im Berufsleben – die Qualität Ihres Lebens ist verbesserbar! Hier eine einfache Methode, mit der Sie zur gesunden Balance von Selbst- und Nächstenliebe kommen. Halten Sie die folgenden 3 Aktions-Paare mindestens 1 Monat lang gegen alle inneren und äußeren Widerstände durch. Sie werden Tag für Tag spüren, wie Ihre mentalen Blockaden dahinschmelzen – freuen Sie sich auf einen wunderbaren Wandel! Und: das alles ist ein prima Training für Ihre Persönlichkeitsentwicklung.

 

A und B: Arbeiten ... 

A wie Arbeit: „Ora et labora“, „Bete und arbeite“ ist das Prinzip der benediktinischen Mönchsregel und eigentlich Grundlage für jedes gesunde Leben. Unter Arbeit wird dabei stets die „richtige“ Arbeit mit den Händen verstanden. Wenn Sie von Berufs wegen nur an Computer, Telefon oder Konferenztisch sitzen – bauen Sie als Gegengewicht echte Handarbeit in Ihren Tageslauf ein (etwa im Garten oder im Haushalt). Erst die Ausgewogenheit von geistiger und manueller Arbeit macht wirklich zufrieden.

 

... und Beten

Beten ist nicht an eine bestimmte religiöse Einstellung gebunden. Es bedeutet, von sich selbst wegzudenken, Kontakt aufzunehmen mit dem, was größer ist als Ihr eigenes Leben. Reservieren Sie jeden Tag ein paar Minuten, in denen Sie nichts anderes tun als diese innere Konzentration, am besten in den Morgenstunden. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort. Atmen Sie bewusst. Stellen Sie sich den vor Ihnen liegenden Tag vor. Suchen Sie sich ein Ziel, das Sie heute erreichen wollen. Denken Sie dabei über die gewöhnlichen Pflichten hinaus. Was könnte an diesem Tag Großes geschehen (auch wenn es von außen betrachtet klein aussehen mag)? Etwas, auf das Sie oder andere stolz sein werden? Setzen Sie sich dafür klare Zeitpunkte. Leben Sie nicht irgendwann, sondern heute. Erst das Tun führt zur Persönlichkeitsentwicklung.

 

C und D: Computern ...  

 

Computern“ – das bezieht sich auf Ihren inneren Computer: die Entwicklung Ihres Gehirns. Nutzen Sie jeden Tag, um etwas Neues zu lernen. Halten Sie sich geistig fit. Bewahren Sie Ihre Neugier.Das muss gar nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. 20 bis 30 Minuten am Tag genügen, um etwas zu lesen, zu hören oder anderweitig aufzunehmen, das Sie bisher nicht gewusst haben. Berichten Sie im Lauf des Tages anderen von Ihren Einsichten. Dann verankern sie sich besser in Ihrem Gedächtnis.

 

 

... und Danken 

Dankbarkeit ist eines der wunderbarsten Lebenselixiere. Lassen Sie am Abend Ihren Tag Revue passieren. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Konstruktive: Was haben Sie gut gemacht? Wofür können Sie dankbar sein? Daraus ergibt sich ganz von selbst, was Sie am nächsten Tag besser machen wollen – und besser machen werden!

 

E und F: Entspannung ...

 

Entspannung sollten Sie sich gerade im schlimmsten Stress gönnen. Kein Tag ohne ein halbes Stündchen echtes Faulenzen! Fliehen Sie notfalls, verlassen Sie den Ort der Strapazen. Ohne Handy oder andere Fesseln! Leisten Sie sich 30 Minuten puren Egoismus. Diese halbe Stunde kann Sie retten vor Herzinfarkt, Magenleiden oder anderen schlimmen körperlichen Symptomen.

 

 

 

... und Fitness

Fitness und körperliche Bewegung aber machen die entspannende Faulenzerei erst richtig wirksam. Das kann ein richtiges Fitness-Programm sein mit Sport oder ein einfacher Spaziergang, Treppensteigen statt Lift oder ein bisschen Gymnastik am offenen Fenster.

 

Entmanagen: Aktivitäten bewusst beenden

Fast die gesamte Zeit unserer Ausbildung, unseres Berufs- und Privatlebens befassen wir uns mit dem, was wir tun, was wir tun werden und was wir in fernerer Zukunft tun sollten. So kommt eine Aktivität zur anderen, die Verpflichtungen wachsen, die persönliche Belastung steigt.

Mindestens so wichtig wie alle Aktivitäten aber ist die Frage: Was sollten wir nicht mehr tun? Was sollten wir beenden?

"Entmanagen" ist seit über 20 Jahren das Geheimnis erfolgreicher Unternehmen. Der amerikanische Technikgigant General Electric betreibt seit etwa 1983 einen konsequenten Entschlackungs- und Konzentrationskurs.

 

3 Schritte

Professionelles Entmanagen in Großunternehmen vollzieht sich in 3 Schritten, deren Grundstruktur auch für das Persönlichkeitsmanagement einer Einzelperson gilt. Die 3 Schritte sind auch eine gute Grundlage, um Vereinen, Kirchengemeinden, kleinen Dienstleistungsunternehmen oder dem Berufsalltag eines einzelnen Selbständigen zu ungeahnter Vitalität zu verhelfen.

 

1. Process Redesign

Zu deutsch etwa "Arbeitsvorgänge von vorne neu überdenken". Redesign fragt nicht: "Wie kann ich das, was ich tue, noch effizienter, besser oder billiger tun?" Sondern: "Angenommen, ich würde heute neu in meinen Beruf einsteigen: Welche meiner derzeitigen Arbeitsfelder würde ich gar nicht mehr beginnen?" Wird ein Arbeitsbereich um 60 % effizienter organisiert, ist das ein eindrucksvolles Ergebnis. Aber was ist, wenn der gesamte Arbeitsbereich eigentlich überflüssig ist? Dann ist das Ergebnis zu 100 % falsch!

Hinter Redesign steckt ein sehr grundsätzliches simplify-Prinzip: Wenn eine Neuorganisation nicht zu einer Vereinfachung führt, ist sie falsch.
 

simplify –Checkliste 1 
Schreiben Sie Ihre derzeitigen
Arbeitsgebiete auf:








Streichen Sie die Arbeitsgebiete
durch, die Sie heute nicht mehr neu
beginnen würden. 

 

2. Innovation

Entmanagen ist eine wichtige Voraussetzung, um den Blick für neue Möglichkeiten freizumachen. Betriebe, die überflüssige Bereiche eingestellt haben, signalisieren ihren Mitarbeitern Offenheit für Neues. Fast immer setzt daraufhin eine Flut von Verbesserungsvorschlägen und aktiver Mitgestaltung durch die Beschäftigten ein.

Innovation besteht nicht aus einer kreativen Spezialistentruppe, die neue Produkte und Techniken erfinden. Innovation soll alle erfassen. Im persönlichen Bereich setzen Sie Innovation dadurch in Gang, indem Sie durch das Aufgeben überflüssiger Funktionen Freiräume schaffen.
 

simplify –Checkliste 2 
Kreuzen Sie in der Liste die
(nicht durchgestrichenen)
Arbeitsgebiete an, die Sie neu
und intensiver gestalten möchten. 

 

3. Mission Statement

Solch eine "Feststellung unseres Auftrags" bezeichnet den Wesenskern eines Unternehmens – ob das nun ein einzelner Freiberufler ist oder eine große Firmengruppe. Viele meinen, die Formulierung des Unternehmensauftrags müsste zuerst gefunden werden, und dann könnte man alle Bereiche entmanagen, die nicht zum Mission Statement passen. Es hat sich aber allgemein bewährt, es andersherum zu halten: Erst nach dem beherzten Beenden der überflüssigen Aktivitäten wird der Blick auf das Wesentliche frei.

Der Sinn eines Unternehmens besteht ja nicht darin, eine hochentwickelte Buchhaltung zu haben oder eine perfekte innerbetriebliche Kommunikation. Unternehmen werden gegründet, um Kunden zufriedenzustellen. Das wird bei gelungenem Entmanagen unmittelbar sichtbar. Vor einem Redesign und wirksamer Innovation kann die Suche nach dem fundamentalen Geschäftszweck eine ziemliche Quälerei sein. Danach aber ergibt sich der ureigenste Auftrag des Unternehmens meist fast von selbst.
 

simplify –Checkliste 3 
Notieren Sie 3 Fähigkeiten, die
Sie besonders gut können 





Formulieren Sie einen Satz, in dem
mindestens 2 Ihrer angekreuzten
Arbeitsfelder aus Checkliste 1
vorkommen, und mindestens 2
Ihrer Fähigkeiten aus Liste 3. 

Das ist Ihr Mission Statement. 





 

"Entmanagen"

ist ein Wortungetüm. Aber es wurde bewusst gewählt, damit es ins Auge springt und im Gedächtnis bleibt. Es bezeichnet eine wichtige, viel zu wenig beachtete Technik zur Meisterung des Lebens. Ohne regelmäßiges, gezieltes und geplantes Entmanagen gehen wir kaputt.

 

Handeln Sie!

So gehen Sie konstruktiv mit Ihren Sorgen um

Jeder Mensch macht sich Sorgen. Doch worum müssen Sie sich wirklich Sorgen machen und worum nicht? Hier unsere Tipps, wie Sie sich in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung von unnützem Grübeln befreien und gut mit berechtigten Ängsten umgehen.

 

Älter werden

Sorge: „Ich mag gar nicht daran denken, dass ich bald 50 (40, 60 …) werde. Es gibt so vieles im Leben, was ich versäumt habe.“

simplify-Strategie: Setzen Sie Ihr Bedauern um in positive Motivation für Ihren nächsten Lebensabschnitt. So mancher ungelebte Traum lässt sich auch in der zweiten Lebenshälfte verwirklichen. Viele Menschen beginnen beispielsweise noch im Ruhestand mit einem Studium oder gönnen sich die Reisen, die früher nie möglich waren. Suchen Sie für Träume, für die es „zu spät“ ist, andere Formen der Verwirklichung. Beispiel: Wenn Sie selbst keine Kinder haben, können Sie für Kinder in Ihrem näheren Umfeld zur Ersatztante oder zum heiß geliebten Nennopa werden.

 

Gewicht

 

Sorge: „Nie werde ich es schaffen, meine überflüssigen Pfunde loszuwerden. Ich bin so unglücklich darüber.“

simplify-Strategie: Machen Sie Ihr Glück nicht von Ihrem zukünftigen Gewicht abhängig. Sondern fragen Sie sich: Was kann ich heute tun, um mehr Freude im Leben zu haben? Machen Sie keinen Diät-, sondern einen Lebensplan! Sind Sie erst einmal mit sich zufrieden, wird es Ihnen leichter fallen, sich ein realistisches Abnehmziel zu setzen und Ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten entsprechend umzustellen.

 

Partnerschaft

Sorge: „Ich habe Angst davor, dass unsere Ehe nicht halten wird.“

simplify-Strategie: Listen Sie die Gründe auf, die Sie zu dieser pessimistischen Annahme veranlassen. Sie finden keine guten? Dann haben Sie vermutlich eine reiche Vorstellungsgabe! Setzen Sie diese Gabe dazu ein, um zwischen „möglich“ und „wahrscheinlich“ besser differenzieren zu lernen. Malen Sie sich in Alltagssituationen (Autofahren, Besuch empfangen) verschiedene positive und negative Ausgänge aus und achten Sie hinterher darauf, welches Ihrer Szenarien eingetreten ist. Ihre Partnerschaft ist derzeit tatsächlich belastet? Dann nehmen Sie Ihre grübelnden Sorgen als Ausgangspunkt für ein handelndes Sorgen zugunsten Ihrer Beziehung.

 

Umwelt

 

 

Sorge: „Es gibt immer mehr Naturkatastrophen. Ist die Erde überhaupt noch zu retten?“

simplify-Strategie: Es ist gut, dass Sie sich darüber Gedanken machen. Befassen Sie sich jedoch hauptsächlich damit, was Sie und was die Politiker, die Sie wählen, für die Umwelt tun können. Konkret: Schalten Sie am Fernseher von den reißerischen Katastrophenreportagen um auf Sendungen, die Ihnen die Zusammenhänge zwischen Ihrem Verhalten und der Klimaentwicklung aufzeigen. Mit einem CO2-Rechner (auf der Startseite von wwf.de) finden Sie heraus, wo Sie persönlich besonders viel einsparen können.

 

Sicherheit

 

 

Sorge: „Wenn mein Partner mit dem Auto unterwegs ist, habe ich Angst, dass er einen Unfall hat.“ Oder: „Was kann nicht alles Schreckliches passieren, wenn unser Teenager mit Freunden in den Urlaub fährt?“

simplify-Strategie: Viele besorgte Eltern und Partner versuchen in solchen Situationen, die Kontrolle zu erhöhen, indem sie Anrufe zu bestimmten Uhrzeiten oder bei der Ankunft am Ziel vereinbaren. Meist verstärkt das jedoch die innere Unruhe („Jetzt müsste er eigentlich schon längst …“). Probieren Sie die umgekehrte Strategie: Vereinbaren Sie, dass kein Anruf eine gute Nachricht ist. Tatsache ist: Trägt jemand eine Karte „Bei Unfall bitte Telefonnummer xxx benachrichtigen“ im Geldbeutel, würden Sie im Notfall mit 99%iger Wahrscheinlichkeit benachrichtigt. Setzen Sie sich außerdem mit Ihrem Kontrollbedürfnis auseinander. Möglicherweise haben Sie es von Ihren Eltern übernommen. Prinzipiell gilt wie im Abschnitt „Umwelt“: Vermeiden Sie Medienberichte über Katastrophen, die Sie zu solchen Grübeleien veranlassen.

 

Lebensbalance

 

 

Sorge: „Arbeit und Familie – eins davon kommt immer zu kurz.“

simplify-Strategie: Ziehen Sie Ihre Bilanz in überschaubaren, aber zeitlich größeren Abständen. Wie lang die sein sollten, hängt vor allem ab vom Alter Ihrer Kinder (je jünger, desto kleiner die Abstände) und von Ihrer Arbeit (z. B. viel Saisongeschäft oder regelmäßige Tätigkeit). So setzen Sie einen chaotischen Tag oder eine schwierige Woche in die richtige Perspektive.

Genauso wichtig: Seien Sie dort, wo Sie sind, ganz da. Schalten Sie im Büro Ihre Gedanken an Ihr Familienleben ab und daheim Ihre Gedanken ans Büro. Echte „Qualitätszeit“ findet oft nicht am Abend statt, wenn alle Familienmitglieder schon von ihrem Tag erschöpft sind. Reservieren Sie für Ihre Familie auch eine Zeit am Wochenende, in der Sie alle noch genügend Energie für ein intensives Miteinander aufbringen.

 

Besiegen Sie die Energie-Vampire

 

 

Wie Sie mit Menschen umgehen, die Ihnen systematisch ein schlechtes Gewissen machen

Es gibt Menschen, die Freude, Leichtigkeit und Energie in Ihr Leben bringen. Es macht Spaß, mit ihnen zusammen zu sein. Und dann gibt es Menschen, die Ihnen Kraft entziehen. Bei denen Sie merken: Hilfe, ich werde ausgesaugt! Häufig merken Sie das erst, wenn es schon fast zu spät ist.

Der Energie-Vampir zapft ihnen nicht (wie die Sagengestalten aus den Gruselgeschichten) Blut ab, sondern Selbstbewusstsein. Energie-Vampire zielen darauf ab, dass Sie sich schuldig fühlen. Das schwächt Sie, und bald sind Sie ein willenloses Opfer. Solche Vampire gibt es als Kolleginnen und Kollegen, als Verwandte und vielleicht sind Sie sogar mit einem verheiratet. Hier sind ein paar typische Vertreter und darauffolgend Tipps, wie Sie sich in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung gegen sie wappnen können:

 

 

Der Schuldigmacher

Ein Mensch mit brillantem Urteilsvermögen, unbestechlich und aufrichtig. Bei jeder kleinen oder großen Panne zählt für ihn nur eines: Wer war das?! Andeutungen, dass es einen natürlichen Anteil von Fehlern im Leben gibt, werden vom Schuldigmacher (bzw. der Schuldigmacherin) eisern zurückgewiesen. Er braucht einen Verantwortlichen, und mit bemerkenswertem Geschick spürt er dabei Ihre verletzlichste Stelle auf.

Fortgeschrittenes Stadium: In seiner Gegenwart haben Sie bald auch ohne eigenes Vergehen ein schlechtes Gewissen – vorbeugend sozusagen. Ihr eigenes Urteilsvermögen verkümmert.

 

Der Delegierer

Es gibt dicke Bücher über die Kunst des Delegierens – geschrieben für Menschen, die gern alles selbst machen. Und dann gibt es Menschen, die solche Bücher niemals lesen müssen, weil sie eine natürliche Begabung haben, andere für sich einzuspannen. Der Delegierer ist freundlich zu Ihnen, er lobt und ermutigt Sie – und dadurch fällt es Ihnen meist zu spät auf, dass in Ihrem Verhältnis ein krasses Ungleichgewicht entstanden ist: Wenn Sie den Delegierer um etwas bitten, geht er nie darauf ein.

Fortgeschrittenes Stadium: Manchmal kommt es Ihnen so vor, als hätten Sie nicht einmal mehr die Kraft, gegenüber dem Delegierer Ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern.

 

Der Weltseufzer

Er (oder sie) ist „von Beruf Opfer“. Die Welt ist gegen ihn und das teilt er Ihnen unentwegt mit, ob Sie es hören wollen oder nicht. Möglicherweise werden Sie sogar vom Weltseufzer zum einzigen Retter auserkoren. Ohne Sie kann er nicht mehr leben, sagt er. Aber seine Stimmungslage verändert sich kaum, trotz der zahllosen Stunden, die Sie geduldig zuhören. Dafür verschlimmert sich Ihre eigene Stimmung zusehends.

Fortgeschrittenes Stadium: Bald wagen Sie nicht mehr, in der Gegenwart eines Weltseufzers fröhlich und positiv zu sein, weil er Sie entweder beneiden oder Ihr Glück klein reden wird. Oder beides.

 

Der Bulldozer

Ein Kraftmensch, beeindruckend durch seine Energie und Aktivität. Vielleicht sind Sie anfangs vor so viel Power zurückgewichen, doch dann haben Sie es zu schätzen gelernt, von seiner Dynamik zu profitieren. Er weckt bei Ihnen verborgene Kräfte und gern revanchieren Sie sich bei ihm für diese Entdeckung durch zahlreiche Freundschaftsdienste.

Fortgeschrittenes Stadium: Sie kommen gar nicht mehr zu Wort, weil Sie zum Inventar des Bulldozers geworden sind. Er braucht Sie als Bewunderer und Helfer – als Persönlichkeit aber kommen Sie bei ihm nicht mehr wirklich vor.

Was tun gegen solche Vampire? Hier 9 bewährte Möglichkeiten, wie Sie sich vor dem Ausgesaugtwerden bewahren:

 

 

1. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers

Krampft sich in Ihnen etwas zusammen, wenn Sie mit jemandem sprechen? Ein Druck in der Brust, ein winziger Kopfschmerz, eine seltsame innere Müdigkeit? Es ist nicht immer einfach, den entsprechenden Energie-Vampir als Quelle des Schmerzes auszumachen. Aber wenn Sie das geschafft haben, sind Sie einen entscheidenden Schritt weiter.

 

 

2. Holen Sie Luft

 

Atmen Sie bewusst und tief durch. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel diese unscheinbare Übung hilft.

 

 

3. Halten Sie inneren Abstand

 

Der wichtigste Rat beim Umgang mit Kraft raubenden Mitmenschen: Stehen Sie zu sich! Lassen Sie sich nicht vom Anderen die Spielregeln diktieren. Visualisieren Sie einen schützenden weißen Lichtschein um sich herum – einen Energieschild wie in einem Science-Fiction-Film. Sie können die angreifende Person nach wie vor wahrnehmen, aber sie kann Sie nicht mehr verletzen.

 

4. Wählen Sie die Fuß-Lösung

Gehen Sie weg, buchstäblich. Stehen Sie auf, verlassen Sie den Raum, notfalls ohne jede Begründung. Spielen Sie nicht in einem Film mit, der Ihnen nicht gefällt. Wenn das nicht möglich ist, setzen Sie verbal Grenzen: „Das und das kann ich für Sie tun, das und das nicht.“ Sie sind nicht zu weiteren Argumenten verpflichtet, so wie es der Vampir bei seinen Angriffen auch nicht tut.

 

5. Bremsen Sie negative Vermutungen

Manchmal hat das Verhalten eines Menschen in Ihrer Nähe gar nichts mit Ihnen zu tun. Nehmen Sie die Reaktionen von Personen nicht immer persönlich. Die Laus, die Anderen offensichtlich über die Leber gelaufen ist, stammt nur selten von Ihnen.

 

 

6. Leben Sie siegesbewusst

Lassen Sie den Angriff der Energie-Vampire nicht zum Hauptereignis Ihres Alltags werden. Wenn Sie sich am Ende eines Tages zurückerinnern, dann denken Sie an die mindestens 10 kleinen und großen Siege, die Sie errungen haben – und nicht an die 3 kleinen Niederlagen, die es vermutlich auch gegeben hat.

 

 

7. Verwenden Sie ein Naturheilmittel

Gegen Vampire hilft bekanntlich Knoblauch. Gegen Energie-Vampire hilft: lächeln. Gehen Sie mit Liebe und Freundlichkeit durchs Leben. Das umgibt Sie mit einem Duft, den Energievampire hassen.

 

 

 

 

8. Sehen Sie die Gemeinsamkeiten

Machen Sie sich klar, dass Sie zu ein und derselben biologischen Spezies gehören wie der Angreifer – ja, manchmal sind die unangenehmsten Vampire sogar die, die Ihnen am ähnlichsten sind. Sie müssen einander nichts beweisen. Sie müssen den anderen nicht ändern oder verbessern und der andere kann das ebenso wenig von Ihnen verlangen.

 

 

9. Verabschieden Sie sich von zu hohen Idealen

 

 

Das ideale Arbeitsteam wird es niemals geben. Ein paar ätzende Leute sind immer dabei. Sie können nicht alle Vampire aus Ihrem Umkreis verbannen. Aber Sie können es vermeiden, auf ihre Tricks hereinzufallen. Sie normalisieren die ungesunde Beziehung, indem Sie sich im Laufe Ihrer Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr als Blutspender zur Verfügung stellen.

Die Idee von den „Energy Vampires“ stammt von der Ärztin Judith Orloff aus einem Artikel in der amerikanischen Zeitschrift „O“ von Oprah Winfrey, Ausgabe April 2002.

 

Der tägliche Moment der Wahrheit

 

Wie Sie durch eine einfache Übung glücklicher werden

Persönlichkeitsentwicklung findet im Hier und Jetzt statt. Aber viele Menschen sind mit Ihren Gedanken nicht dort, wo sie sind, sondern längst an anderen Orten namens „Ich sollte eigentlich“, „Was wäre wenn“ oder „Ach wenn doch nur endlich“. Ihre Seele ist einen Großteil der Zeit gar nicht mit der Wirklichkeit beschäftigt, sondern mit Hoffnungen, Ängsten und Phantasien, die einzig und allein in Ihrem Kopf existieren. Zu einem einfacheren und glücklicheren Leben aber finden Sie nur, wenn Sie die Wahrheit des Jetzt entdecken. Die folgenden Übungen können Ihnen dabei helfen, auch und gerade in aussichtslos erscheinenden Situationen.

 

Alle Maschinen stopp

Schaffen Sie sich jeden Tag einen Moment der Wahrheit. Halten Sie inne. Tun Sie nichts. Schalten Sie für einen Moment alle Gedanken an die Vergangenheit und die Zukunft ab. Keine Vorwürfe, Schuldbekenntnisse oder Oh-hätte-ich-doch-nur-Gedanken nach hinten, keine Sorgen oder Wiegeht- das-bloß-weiter-Szenarios nach vorn. Nur die Gegenwart zählt. Beginnen Sie Ihre Persönlichkeitsentwicklung und stellen Sie sich die folgenden Fragen:

 

Frage 1: Was fühle ich?

Antworten Sie ohne nachzudenken. Beginnen Sie mit Ihren offensichtlichen körperlichen Empfindungen. „Ich bin müde.“ „Meine Nase juckt.“ Wenn das alles ist, lassen Sie es dabei bewenden. Meist werden weitere Empfindungen folgen, wie die Schichten einer Zwiebelschale. Bleiben Sie stets bei Ihren Gefühlen, bewerten Sie nicht. Der Satz „Ich habe das Gefühl, die SPD ruiniert unser Land“, ist kein echtes Gefühl. Die Sätze „Ich habe Angst und bin wütend“ oder „Mein Vater ist Sozi und ich hasse ihn“ dagegen schon.

 

Frage 2: Was tut mir weh

Vielleicht gar nichts, vielleicht schmerzt Ihr Rücken oder Ihr Hals. Lassen Sie die Frage langsam in sich absinken, bis sie tiefere Schichten erreicht und Sie Zugang bekommen zu Ihren emotionalen Verletzungen: Traurigkeit, Hass, Hilflosigkeit, Unzufriedenheit, Schwäche, das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden oder was auch immer. Lassen Sie das Gefühl wachsen, bis Sie ganz davon ausgefüllt sind. Begrüßen Sie es freundlich. Sie müssen nicht länger darum herum reden und es verdrängen. Das ist der Moment der Wahrheit, wie er in dem Gedicht von Rumi beschrieben wird:

Der Mensch ist eine Herberge. Jeden Morgen treffen neue Gäste ein. Eine Begeisterung, eine Depression, eine Gemeinheit, sie kommen unerwartet zu Besuch.
Heiße sie willkommen und unterhalte sie gut! Selbst eine Horde wilder Sorgen, die gröhlend durch dein Haus zieht und dein Inventar kurz und klein schlägt – behandle selbst solche Gäste mit Ehrerbietung. Vielleicht haben sie mit ihrem maßlosen Verhalten Platz geschaffen für ganz neue Freuden.
Den dunklen Gedanken, die Scham, den Zorn, empfange sie lächelnd an deiner Tür und lade sie ein.

 

3. Frage: Was ist die Schmerzgeschichte?

Das schmerzhafte Gefühl, das Sie nun erfüllt, scheint zunächst aus dem Nichts zu kommen, wie ein unerwarteter Gast. Doch wenn Sie mit Ihrem Besuch ins Gespräch kommen, wird er Ihnen eine längere Geschichte erzählen: „Ich bin so zornig, weil mein Partner mir keinen Platz lässt in seinem Leben. Alles ist angefüllt mit seinen Pflichten, seinem Beruf.“ „Ich bin so traurig, weil die anderen nie auf mich, sondern nur auf meine Leistung schauen.“

 

4. Frage: Ist meine Geschichte wahr?

„Aber natürlich!“ dürfte Ihre spontane Antwort sein. Doch häufig ist es die Stimme der Illusion, die in dieser Geschichte zu Ihnen spricht. Das Gefühl (Zorn, Trauer), das bei Ihnen zu Besuch ist, ist wirklich. Aber die Geschichte, die es erzählt, ist im Lauf der Zeit oft zu einer Legende angeschwollen.

 

5. Frage: Gibt es eine bessere Geschichte?

Erzählen Sie probeweise Ihre Geschichte „andersherum“: Dann ist es nicht Ihr Partner, der Ihnen keinen Platz lässt, sondern Sie sind es selbst, der sich einschränkt. Dann sind es nicht die anderen, sondern Sie selbst, der Sie nur nach Ihrer Produktivität beurteilt. Wie hört sich das an? Enthält das nicht auch einen Funken Wahrheit? Meistens ist diese gegenteilige Geschichte nicht nur wahrer, sondern auch hilfreicher, weil Sie dadurch vom Opfer zum Handelnden werden.

 

Dranbleiben!

 Am Anfang wird die Wahrheit nur kurz aufblitzen. Es tut weh, ins Licht zu schauen. Deswegen werden Sie bei Ihrem täglichen Moment der Wahrheit üben müssen, Tag für Tag ein bisschen länger hinzusehen. Der Ausweg aus dem vertrauten Gedankengefängnis macht am Anfang Angst. Aber bald werden Sie sich an den herrlichen Geschmack der Freiheit gewöhnen und mutig hinausgehen. Auch wenn die Wahrheit schmerzlich ist – endlich ist der Weg frei.

 

 

Persönlichkeitsentwicklung statt Selbstsabotage

 

Wie Sie aus der häufigsten aller Fallen kommen

Sie erreichen nicht, was Sie sich vorgenommen haben. Oder: Obwohl es Ihnen eigentlich gut geht, will sich kein rechtes Glücksgefühl einstellen. Schuldige dafür fallen Ihnen viele ein, aber Sie ahnen: Die größte Blockade Ihrer Persönlichkeitsentwicklung sind Sie selbst. Der Psychiater und Karriereberater Jay Jackman aus Palo Alto/USA hat 5 typische Muster der Selbstsabotage gefunden – und wie Sie sie überwinden können.

 

1. Verdrängung

Sie kennen die Realität, aber Sie handeln, als gäbe es sie nicht. Manchmal verhalten Sie sich wie ein Kind: Sie wollen abnehmen, darum essen Sie die Kekse heimlich. Sie haben eigentlich kein Geld, aber es erscheint Ihnen wie ein höherer Zwang, diese Schuhe, diese Uhr oder dieses Mountainbike besitzen zu müssen.

simplify-Lösung: Wann immer Sie derart unreifes Verhalten an sich bemerken, suchen Sie nach den zu Grunde liegenden Gefühlen. Sie essen vielleicht, weil Sie einsam sind oder „stärker“ wirken möchten; Sie belohnen sich mit Dingen, weil Sie gelangweilt sind oder sich zu wenig beachtet fühlen. Sobald Sie diese Gefühle geortet haben, wird es Ihnen leichter fallen, sie auf gesunde Weise zu befriedigen.

 

2. Brüten

Sie kauen ein Problem wieder und wieder durch, bis Sie völlig unfähig sind, es zu lösen. Die Situation erscheint Ihnen so verfahren, dass Sie sich vor lauter Angst und Sorge nur noch verkriechen möchten.

simplify-Lösung: Schreiben Sie Ihre Ängste auf. Studien haben ergeben, dass Schreiben Depressionen in signifikanter Weise vermindert. Formulieren Sie all Ihre Ängste. Dann entwickeln Sie zu jeder Angst ein positives Gegenbild, mit allen Details. Beispiel: Zu „Man beachtet mich nicht“ stellen Sie sich vor, wie Sie auf einer Bühne beglückwünscht werden, wie ein positiver Bericht über Sie in der Zeitung erscheint usw. Das erlöst Sie aus der Brüt-Schleife.

 

3. Neid

Ähnlich wie das Brüten lenkt Neid Sie von dem ab, was Ihnen wirklich helfen würde. Sie konzentrieren sich nicht mehr auf Ihre eigenen Kräfte, sondern auf die eines anderen.

simplify-Lösung: Leiten Sie den Fluss um. Nutzen Sie die Energie, mit der Sie die vermeintlich ungerechten Vorteile des anderen betrachten, für sich selbst.Versetzen Sie sich in den Beneideten hinein: Stellen Sie sich vor, Sie wären die andere Person, Sie wären so schön, so erfolgreich oder so beliebt. Das Ergebnis kann ein völlig unerwarteter, heilsamer Schock für Sie sein.

 

4. Angst vor der Reaktion

Sie tun viele Dinge heimlich oder gar nicht, weil Sie Angst haben, ein anderer könnte Sie deswegen kritisieren oder auslachen – Dinge, von denen Sie selbst aber zutiefst überzeugt sind: Sie schreiben lieber von Hand als am PC, Sie ordnen die Sachen besser auf Ihre Weise, Sie würden für das Produkt Ihrer Firma ganz anders werben.

simplify-Lösung: Suchen Sie Mitstreiter. Finden Sie Menschen, die Ihnen zustimmen, von denen Sie nicht ausgelacht werden. Besprechen Sie mit denen, wie Sie sich verhalten sollen – ob Sie sich outen und eine Revolution anzetteln oder zähneknirschend weiter die Ihrer Meinung nach unsinnigen Vorschriften beachten. Aber dann haben Sie eine echte Entscheidung getroffen!

 

5. Aufschieberitis

Sie vertagen wichtige Aufgaben so lange, bis der pure Zeitdruck Sie dazu zwingt, sie endlich zu erledigen.

simplify-Lösung: Der innere Schweinehund, der Sie von so vielem abhält, ist meist ein kluges Tier. Wenn es Ihnen schwer fällt, Aufgaben pünktlich zu erledigen, handelt es sich in der Regel um Aufgaben, bei denen Sie nicht von Herzen dabei sind. Analysieren Sie wie bei Nr. 1 die zu Grunde liegenden Gefühle: Ist es die mangelnde Anerkennung? Die schlechte Bezahlung? Danach ziehen Sie die Konsequenzen: Raus aus einem Job, in dem Sie sich verbiegen müssen! Weg von Menschen, die Ihnen die Lebensfreude rauben! Stehen Sie Ihrem Glück und Ihrer Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr länger im Weg!

 

 

9 Türen zum Ich

 

Finden Sie die Stärken Ihrer Schwächen

Durcheinander auf dem Schreibtisch, Chaos in der Wohnung, Kuddelmuddel bei den Finanzen, der Terminkalender überfüllt, ein schmerzender Rücken, eine nervende Allergie, belastete Beziehungen, Stress in der Familie - irgendeines dieser Symptome kennt jeder, und wenn 2 oder 3 davon zusammenkommen, macht sich bisweilen ein allgemeines Unzufriedenheitsgefühl breit: Wofür mache ich das alles? Wie komme ich da raus?

 Besonders lästig: Wir haben immer wieder die gleichen Probleme, wiederholen die gleichen Fehler, scheitern an derselben Stelle. Doch genau darin liegt unsere Chance für die Persönlichkeitsentwicklung, und hier setzt das Enneagramm an.

Wenn es gelänge, die für uns typischen Schwierigkeiten zu orten, dann müssten wir doch besonders wirksame, genau auf uns zugeschnittene Gegenstrategien entwickeln können. Genau das tut das Enneagramm, in dem es Ihr spezifisches Verhaltensmuster benennt und dazu 2 grundlegende Feststellungen macht:

 

1. Jeder Mensch hat sein Lebensthema

 Jeder hat seine spezielle Vorstellung von erfülltem und gelungenem Leben. Darauf konzentriert er seine Kraft, und dafür hat er entsprechende Fähigkeiten entwickelt.

 

 

 

2. Kein Mensch ist perfekt

In der Persönlichkeitsentwicklung kommt darauf an, dass Sie Ihren Schwächen nicht blind erliegen, sondern Ihre Stärken entwickeln. Dabei wird es Ihnen helfen, wenn Sie Ihr persönliches Enneagramm-Muster erkennen. Dann werden Sie die verblüffende Entdeckung machen: In Ihren größten Schwächen verbergen sich Ihre größten Stärken!

 

 

 

 

 

Zum Weiterforschen

Das Standardwerk ist und bleibt Richard Rohr, Andreas Ebert, Das Enneagramm, Claudius Verlag, München, 19,90 €, ISBN: 3532623951.

 

Finden Sie Ihre innere Stimme!

 

Über Stephen Coveys neues Buch „Der 8. Weg“

 

Raus aus der Mittelmäßigkeit! Finden Sie Ihre innere Stimme! Verlassen Sie den ausgetreten breiten Pfad und finden Sie Ihren eigenen Weg! Das ist die Botschaft des Bestsellerautors und Unternehmensberaters Stephen Covey für Sie und Ihre Persönlichkeitsentwicklung (siehe "Perfektionismus: Schluss mit mittelmäig!"). Aber wie finden Sie zu Ihrer inneren Stimme, zu Ihrer wahren Bestimmung und dem wirklich einfacheren und glücklicheren Leben?

 

Nutzen Sie, was Sie haben

 

In jedem Menschen, so betont Covey, steckt der Keim zu innerer Größe. Jeder hat Fähigkeiten, Vorzüge und Talente in Hülle und Fülle mitbekommen. Nur leider nutzen viele Menschen Ihre Geburtsgeschenke nicht. Sie lassen sie und somit die eigene Persönlichkeitsentwicklung verkümmern und finden sich dann in einem unerfüllten Leben wieder.

Coveys Rat: Arbeiten Sie nicht verbissen daran, Ihre Schwächen zu bekämpfen, sondern nutzen Sie Ihre gegenwärtigen Talente. Nehmen Sie die Präsente des Lebens an und würdigen Sie Ihre 3 wichtigsten Geburtsgeschenke.

 

 

Geschenk 1: Sie können wählen

 

Von Natur aus haben Sie die Freiheit mitbekommen, Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie beispielsweise von einem anderen Menschen geschlagen werden, erwacht in Ihnen der Impuls zurückzuschlagen. Sie können diesen Impuls aber auch unterdrücken. Das ist eine der herausragenden Fähigkeiten des Menschen: Zwischen Reiz und Reaktion liegt immer die Freiheit zu wählen.

Ihr Extra-Geburtsgeschenk: Im Lauf Ihres Lebens kann es Ihnen sogar gelingen, den Mechanismus umzukehren. Wie welche Reize auf Sie eindringen, bestimmen Sie durch Ihre Reaktionen! Im obigen Beispiel hieße das: Sie strahlen so überzeugend Friedfertigkeit und Milde aus, dass Sie von anderen gar nicht erst angegriffen werden. Damit erschaffen Sie die Welt, in der Sie leben, mit.

 

Geschenk 2: Sie haben Werte und Prinzipien

 

Die Naturgesetze (auch die moralischen) gelten für alle Menschen. Ehrlichkeit, Respekt, Gerechtigkeit und viele andere Grundsätze sind in uns fest eingebaut. Selbst ein notorischer Lügner weiß, dass er lügt – und möchte in aller Regel selbst keinesfalls belogen werden. Wir Menschen sind von Geburt an mit einer zuverlässigen inneren Kompassnadel ausgestattet, die uns die Entscheidung zwischen richtig und falsch erleichtert und an der wir unsere Persönlichkeitsentwicklung ausrichten können.

 

Geschenk 3: Sie sind intelligent

 

Und zwar mehrfach: Sie haben Verstand (der gute alte Intelligenzquotient IQ), körperliche Fähigkeiten (physische Intelligenz PQ), soziale Begabungen (emotionale Intelligenz EQ) und sogar einen Sinn für das Woher und Wohin Ihres Lebens (spirituelle Intelligenz SQ). Von allen 4 Intelligenzarten haben Sie unterschiedlich viel, aber jeder Mensch hat ausreichend davon, um ein erfülltes Leben zu führen.

Stephen Covey hat für jede dieser 4 Arten einfache Aufgaben entwickelt, mit denen Sie Ihre jeweilige Intelligenz wesentlich verbessern können. Wenn Sie diese Übungen beherzigen, werden Sie in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung fast von selbst aus Mittelmäßigkeit, Kompliziertheit und Routine herausgeführt auf den „8. Weg“: Ihren unverwechselbaren Pfad zu einem einfacheren und glücklicheren Leben.

Körperintelligenz (PQ): Nehmen Sie an, Sie hätten einen Herzinfarkt gehabt. Leben Sie von nun an entsprechend.

Mentale Intelligenz (IQ): Nehmen Sie an, das für Ihren Beruf benötigte Wissen müsste alle 2 Jahre vollständig erneuert werden. Lernen und lesen Sie von nun an entsprechend.

Emotionale Intelligenz (EQ): Nehmen Sie an, die anderen könnten (auch über weite Entfernungen) alles hören, was Sie über sie sagen. Reden Sie von nun an entsprechend.

Spirituelle Intelligenz (SQ): Nehmen Sie an, Sie müssten jedes Vierteljahr vor Ihren Schöpfer treten. Leben Sie von nun an entsprechend.

Das Buch dazu: Stephen Covey, Der 8.Weg. Gabal Verlag 2006. ISBN 3-8974-9574-0. 29,90 €.

 

Der Lebensplan mit dem Lebensbaum

 

So wachsen Sie organisch Ihrer guten Zukunft entgegen

Wohin soll meine Zukunft gehen? Was soll noch kommen? Was passt zu mir? Eine vielfach bewährte Methode zur Selbstfindung und Entwicklung des Lebensplans ist der Lebensbaum. Er eignet sich, um Ihre eigene Entwicklung zu visualisieren und die optimale Verbindung zwischen Ihrer Vergangenheit und Ihrer Zukunft zu finden. Die Methode lässt sich für Sie als Einzelnen, als Paar, aber auch für Unternehmen und Organisationen einsetzen.

Sie müssen dazu nicht malen können. Es genügt, wenn Sie grob einen Baum darstellen. Teilen Sie ein Blatt Papier in 3 übereinander liegende Bereiche. Geht es um Sie als Paar oder Organisation, arbeiten alle auf einem großen Bogen. Beginnen Sie unten:

 

Die Wurzeln: Ihre Vergangenheit

Wo kommen Sie her? Was hat Sie zu dem gemacht, was Sie heute sind? Was sind die Grundlagen für Ihren Lebensplan? Malen Sie hier Ihre tragenden Wurzeln. Was spüren Sie bis heute, was hat Sie entscheidend beeinflusst? Beispiel: Kindheit auf dem Land; Liebe zu Tieren; Rockmusik; Mitarbeit in einem Sportverein. Wenn Sie zu mehreren einen Baum bearbeiten, zeichnet jeder seine eigenen Wurzeln.

 

Der Stamm: Ihre Gegenwart

Wie sieht Ihr Leben momentan aus? In die Mitte kommt der Stamm. Teilen Sie ihn mit einer gestrichelten Linie in 2 Hälften für den aktuellen Stand im Lebensplan. In die eine schreiben Sie den formalen Rahmen Ihres Lebens. Beispiel: Krankenschwester, 48 Jahre alt, verheiratet, 2 erwachsene Kinder.

Auf der anderen Seite geht es um Ihr emotionales und psychisches Befinden. Beispiel: ich bin unzufrieden mit meiner Arbeitsumgebung; habe chronische Rückenprobleme; möchte mich für etwas Sinnvolles engagieren. Bei einer Organisation wäre hier die Organisationskultur zu beschreiben.

 

Die Baumkrone: Ihre Zukunft

Wo soll’s hingehen? Was wünschen Sie sich? Setzen Sie Ihrem Leben die Krone auf. Ganz oben in Ihren Baum gehört alles, was Sie sich für Ihre Zukunft vorstellen und wo ihr Lebensplan hinführen soll. Beispiel: Start in die Selbstständigkeit; Reiten lernen; Schlagzeugunterricht nehmen; Leben auf dem Land.

Lassen Sie sich durch einen Blick auf Ihre Wurzeln und Ihren Stamm anregen. Das kann zu verblüffenden Einsichten führen. Vielleicht finden Sie noch ein paar unerwartete Früchte, die Ihr Baum tragen könnte?

 

Arbeit mit dem Lebensbaum

Wenn Sie allein gezeichnet haben, lassen Sie Ihren Lebensbaum nach dem ersten Entwurf eine Zeit lang liegen. Haben Sie zu mehreren daran gearbeitet, nehmen Sie das Bild als Grundlage für ein Gespräch. Der Vorteil dieser Methode: Ihr Leben wird dargestellt als organisch gewachsenes Gebilde, Ihr Lebensplan ist nicht starr sondern kann sich entfalten und verändern. Ihrem Unbewussten wird dabei vermittelt: Sie müssen nicht alles selbst erreichen. Aus Ihren bisherigen Erfahrungen kann Gutes und Neues auch aus eigener Kraft erwachsen. Auch wenn Ihr Leben die eine oder andere Narbe trägt oder eine Weile schief gewachsen ist, so mündet es doch in eine Baumkrone und ist nützlich für andere.

Benutzen Sie Ihren Lebensbaum als Grundlage für weitere Überlegungen. Lassen Sie sich von Ihrer eigenen Geschichte für Ihre zukünftigen Planungen inspirieren. Oder Sie sehen Ihre gewünschte Zukunft und stellen fest, dass dafür noch ein paar tragende Äste dazuwachsen müssen. simplify-Tipp: Schmücken Sie Ihren Baum aus und hängen Sie ihn gut sichtbar in Ihrem Zimmer auf, um sich zu innerem und äußerem Wachstum ermutigen zu lassen.

 

Werden Sie Ihr eigener Freund

 

Lebenskunst im Umgang mit sich selbst

Lebenskunst: Früher war das eine Sache derer, die sonst schon alles hatten. Heute wird ohne sie das Leben und die Persönlichkeitsentwicklung schwierig. Infrage steht nicht mehr nur, das Leben zu genießen, sondern überhaupt erst leben zu können.Weil viele Vorgaben fürs Leben verloren gingen: Vorgaben der Tradition (wie es früher gemacht wurde), der Konvention (wie es alle machen) und der Religion (wie Gott es befohlen hat). Damit war bis ins Detail geregelt, wie Leben und Zusammenleben aussehen sollten. Nun müssen Sie sich selbst etwas einfallen lassen. Das betrifft in erster Linie Ihren Umgang mit sich selbst. Aber wer hat da Umgang mit wem?

 

Wer mit wem?

Ein Teil von Ihnen mit einem anderen Teil. Etwa der „Kopf“ mit dem „Bauch“. Innerhalb Ihres Kopfes die verschiedensten eigensinnigen Gedanken. Innerhalb Ihres Bauches die gegensätzlichsten Gefühle. Jeder dieser Teile ist ein Ich für sich. Wenn Sie alle Teile so ins Verhältnis zueinander setzen, dass sie zu einem „Wir“ werden, entsteht Selbstfreundschaft, griechisch philautía. Aristoteles erkannte in seinem Buch Nikomachische Ethik erstmals ihre Bedeutung: Es geht nicht mehr um Identität (Wer bin ich?), sondern um die Integrität der verschiedenen Ichs in Ihrem Selbst (Wer sind wir?).Wie geht das? Wie erreicht man dieses Stadium der Persönlichkeitsentwicklung?

 

Wohlsein und Unwohlsein

Beginnen Sie beim Umgang mit Ihrem eigenen Körper. Freunden Sie sich an mit seinen angenehmen wie auch unangenehmen Seiten: Wohlsein und Unwohlsein, Lüsten und Schmerzen, Gesundheit und Krankheit. Eine starke Erfahrung von Leben vermittelt Ihnen Ihr Körper nur in dieser Gegensätzlichkeit. Um aufzuleben, braucht er Ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung. Daher ist es sinnvoll, sich mit dem eigenen Körper anzufreunden. Danach wenden Sie die so gesammelten Erfahrungen auf Ihre Seele an. (Freunden Sie sich an mit den unterschiedlichsten Gefühlen, den Freuden wie den Ängsten.) Und auf die geistige Ebene, auf der Sie der Bedeutung von Gedanken und Begriffen wie Glück und Sinn für Ihr Leben nachgehen.

 

Mit den Launen leben

Reservieren Sie jeden Tag ein wenig Zeit für das Wir in Ihnen. Sie lernen Ihre Stärken und Schwächen besser kennen und wollen nicht mehr jede Schwäche überwinden. Im Umgang mit den alltäglichen Launen üben Sie die „Befreundung“ mit sich in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung: Momentane „Ichs“, Gedanken, Gefühle, Wünsche, Ängste kommen darin zum Ausdruck, die jeweils Ihr gesamtes Selbst für sich in Anspruch nehmen wollen. Das innere Machtspiel mit einem Machtwort zu beenden schaffen Sie nicht. Geben Sie den Launen den Raum, den sie brauchen, und leben Sie mit ihrem täglichen Wechsel. Bemühen Sie sich darum, gerecht zu sein gegenüber all Ihren Teilen. Tun Sie jedem mal etwas Gutes, im richtigen Maß. Und – lassen Sie sich auch einmal in Ruhe.

 

Selbstliebe und Liebe zu anderen

Der Weg zu einem gesunden Selbstverhältnis kann den Selbstverlust auffangen, der viele moderne Menschen heimsucht. Und er kann die Selbstsucht mildern, mit der viele andere darauf reagieren. Die Selbstfreundschaft ist steigerungsfähig und kann zur Selbstliebe werden. Dass Sie besser mit sich selbst umgehen können, dient letzten Endes aber dem besseren Umgang mit anderen. Nicht erst aus Gründen der Moral, sondern schon aus Eigeninteresse: Innerlich reich werden Sie nicht durch sich allein, sondern durch die Zuwendung und Zuneigung anderer. Wie sollten die zu erreichen sein, wenn Sie mit Ihrem Selbst anderen nichts zu bieten haben? Arbeiten Sie also nicht an Ihrer „Selbstverwirklichung“, sondern daran, mit Ihrer Persönlichkeitsentwicklung die Kräfte dafür zu gewinnen, für andere da sein zu können.

Eine starke Beziehung zu sich ermöglicht Ihnen starke Beziehungen zu anderen. Der Kern dafür ist jedoch Ihre Sorge für sich selbst, Ihre Selbstfreundschaft und Selbstliebe.Aus guten Gründen heißt es schon im christlichen Liebesgebot: „Liebe deinen Nächsten – wie dich selbst!“ Und eben nicht: anstelle deiner selbst. Weil es vergeblich ist, sich dem Nächsten zuzuwenden, wenn die Selbstliebe nicht die Kräfte dafür zur Verfügung stellt, die verschenkt und verausgabt werden können.Wir sollten uns davon lösen, das für bloßen Egoismus zu halten.

Wilhelm Schmid, Mit sich selbst befreundet sein.Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2004, 436 Seiten. ISBN 3-518-45882-5. 12,00 €. Schmids Website: www.lebenskunstphilosopie.de

 

Wie Sie die Welt verändern können

 

Die 10 wichtigsten Punkte, die dabei zu beachten sind

Mahatma Gandhi war davon überzeugt: Die Veränderungen, die wir dieser Welt wünschen, müssen wir selbst tun. Er lebte es vor und führte – wesentlich durch seinen persönlichen Einsatz – Indien in die Unabhängigkeit von Großbritannien. Eines der mächtigsten Länder der Erde musste sich der Durchsetzungskraft eines Einzelnen und dem Traum von Millionen geschlagen geben. Gandhis Grundsatz: „Du kannst die Welt auch auf sanfte Weise erschüttern.“ Der Autor Michael Angier hat das Werk Gandhis in 10 Grundsätzen zusammengefasst:

 

1. Der Einzelne zählt

Alle großen Veränderungen in der Geschichte lassen sich zurückführen auf das Engagement einzelner Menschen: Johanna von Orleans, Martin Luther, Abraham Lincoln, Michail Gorbatschow. Sie haben es niemals allein geschafft, aber sie waren die entscheidenden Impulsgeber.

 

 

2. Die Kraft ist da

Sie müssen das Neue nicht erschaffen, sondern entdecken. Das ist es, was auch und gerade ein Einzelner in seiner Persönlichkeitsentwicklung kann: das bisher Ungesehene sehen, das bisher Ungeträumte träumen.

 

 

 

3. Jeder Satz ist wichtig

Was auch immer Sie tun, schreiben, sprechen oder verschweigen – es zählt. Nichts ist vergebens. Die Welt ist groß, aber gesteuert wird sie von kleinen Dingen. Alles hat eine Bedeutung.

 

4. Lautstärke ist kein Argument

Um die Veränderung durchzusetzen, die Sie in der Welt vollbringen wollen, müssen Sie nicht mächtig, laut, beredt oder auserwählt sein. Auch auf Bildung oder Begabung kommt es nicht an. Was für die Persönlichkeitsentwicklung zählt, ist Ihr unbedingter Wille.

 

5. Übernehmen Sie Verantwortung

Sagen Sie niemals: „Das ist nicht meine Aufgabe. Das sollen andere machen.“ Denken Sie auch nicht: „Was kann ich als Einzelperson schon ausrichten.“ Um Veränderungen anzustoßen, brauchen Sie weder die Mithilfe noch die Erlaubnis von anderen. Halten Sie es mit dem Propheten Jesaja. Als der im Tempel die Stimme Gottes hörte, antwortete er nur: „Hier bin ich. Sende mich.“

 

6. Starren Sie nicht auf das „Wie“

Wenn Sie sich absolut sicher sind, was Sie ändern wollen, kommt das Wie von allein. Viele entscheidende Reformen und Veränderungen scheiterten, weil man sich in den Details verhedderte und das große Ziel aus den Augen verlor.

 

7. Warten Sie nicht zu lange

Veränderung ist anfangs immer Chaos. Der ideale Moment zum Start kommt nie. Beginnen Sie daher nicht irgendwann, sondern jetzt. Theodor Roosevelts Rat: „Tu, was du kannst, mit dem was du hast und wo du gerade bist.“

 

8. Beobachten Sie aufmerksam

Jede Veränderung entspringt der achtsamen Analyse des Bestehenden. Sie können nicht ändern, was Sie nicht kennen. Erst wenn Sie klar sehen, was gut läuft und was schlecht, bekommen Sie den Blick für das, was sein könnte.

 

9. Phantasie ist wichtiger als Wissen

Das ist ein Satz von Albert Einstein. Je kräftiger, bunter und lebendiger Ihre Vorstellung von dem ist, was sein könnte, desto überzeugender und intensiver werden Sie die notwendigen Veränderungen anstoßen.

 

10. Es beginnt in Ihnen

Um etwas zu verändern, haben Sie zuallererst sich selbst zu ändern. Niemand kann einen anderen Menschen wirklich verändern. Der einzige Weg ist der, selbst Vorbild zu sein und mit der Veränderung in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zu beginnen. Wenn aber Sie sich ändern, ändert sich alles.

 

Inschrift auf dem Grab eines Bischofs

(in der Westminster Abbey, London, gestorben im Jahre 1100)

Als ich jung und frei war und meine Phantasie keine Grenzen kannte, träumte ich davon, die Welt zu verändern. Als ich älter und weiser wurde, stellte ich fest, dass die Welt sich nicht veränderte.

Also reduzierte ich meine Erwartungen und beschloss, nur mein Land zu verändern. Aber auch das erschien mir unveränderbar.

Als ich die Abenddämmerung meines Lebens erreichte, versuchte ich in einem letzten verzweifelten Versuch, wenigstens die Menschen zu verändern, die mir am nächsten standen. Aber auch die ließen sich darauf nicht ein.

Jetzt, da ich im Sterben liege, wurde mir plötzlich klar: Wenn ich doch am Anfang nur mich selbst verändert hätte, dann hätte mein Beispiel meine Familie verändert. Durch ihre Ermutigung wäre ich in der Lage gewesen, mein Land zu verbessern. Und wer weiß, ich hätte sogar die Welt verändert.

Übung: Höhere Ziele setzen 

"Kaufen Sie sich größere Schuhe, und wachsen Sie hinein", rät Top-Verkäufer Erich Lejeune. Das gilt vor allem für die Art, in der Sie sich selbst verkaufen.

Bedenken Sie: Die meisten Menschen überschätzen die kurzfristigen Aussichten, unterschätzen aber ihre langfristigen Möglichkeiten.

Der Persönlichkeitstrainer Jürgen Höller bringt es auf die Formel: Es gibt keine zu hohen Ziele, sondern nur zu kurze Fristen.


Machen Sie dazu folgende Übung: Schreiben Sie auf einem Blatt Papier die Ziele für Ihr Leben auf. Das können materielle Ziele sein ("freistehendes Haus mit Doppelgarage"), soziale ("Chef über mindestens 20 Angestellte sein") oder ganz und gar geistige ("durch Meditation zu Glück und Ausgeglichenheit finden").

Lassen Sie sich nicht durch die Realität einengen. Notieren Sie auch Ihre Träume – es ist ja eine Übung für Sie allein.

Setzen Sie in einem 2. Durchgang hinter jedes Ziel die Zahl der Jahre, in der Sie es erreichen möchten. Wiederum ist dabei Ihr wünschendes Herz entscheidend, nicht der beurteilende Verstand.

In einem 3. Durchgang verdoppeln Sie diese Zahlen. Unterstreichen Sie nun die Ziele, die sich auch dann noch für Sie lohnen. Das sind die wahren Prioritäten Ihres Lebens. Für die lohnt es sich zu kämpfen, zu arbeiten und sich darauf zu freuen. Bedenken Sie: Eine einzelne Niederlage oder selbst eine verlorene Schlacht ist nicht schlimm. Schlimm ist ein leeres Blatt ohne Ziele.

 

Mut in der Persönlichkeitsentwicklung

So lassen Sie sich auch in schwierigen Zeiten nicht bange machen

Brennende Autos, Straßenterror, Selbstmordanschläge, Grippewellen, Naturkastastrophen. Was können Sie gegen die Ängste tun, die Ihr Leben vergiften und blockieren, ohne kalt und abgestumpft in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu werden?

 

 

Beachten Sie die Dimension

Wer seine Informationen vor allem aus dem Fernsehen und Nachrichtenmagazinen bezieht, hat überproportional viel Angst, die sich auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. Nicht nur in den Nachrichten, auch in Spielfilmen und Reportagen spielen Gewalt und Hass oft die Hauptrolle, denn ruhige Gegenden und friedliche Menschen sind für Medien nicht interessant.

simplify-Erkenntnis: Bilder blasen sich in unserem Gehirn auf. Sie erwecken z.B. den Eindruck, in „ganz Paris“ oder "ganz London" brennen die Autos. Dabei sind nur wenige Straßen in wenigen Stadtvierteln betroffen. Damit soll nichts beschönigt werden – aber wie sähen die TV-Bilder aus, wenn tatsächlich jedes Auto in ganz Paris in Flammen stünde? Genauso!

 

Beachten Sie die Quelle

Gehirnforscher nennen es „Quellenamnesie“: das Vergessen des Woher unserer Informationen. So kommt es, dass Menschen Filmszenen oder Zeitungsmeldungen nach einiger Zeit so in ihre Erinnerung integrieren, als hätten sie es selbst erlebt. Das bedeutet: Ihr Gedächtnis und somit Ihre Persönlichkeitsentwicklung wird von Spielfilmen, Romanen und TV-Berichten mindestens so stark beeinflusst wie von Ihren eigenen Erlebnissen.

simplify-Erkenntnis: Misstrauen Sie Ihren Erinnerungen. Überprüfen Sie im Gespräch mit anderen kritisch, was von Ihren Einschätzungen auf echten Erfahrungen beruht und was auf gängigen Mustern. Fragen Sie auch bei Erzählungen anderer nach: Hat der Betreffende es selbst erfahren oder „weiß“ er es aus den Medien?

 

Helfen Sie partiell

Ärzte und andere Helferberufe sehen viel Elend. Wie können sie das aushalten? Eine Untersuchung der Stanford- Universität zeigte, dass es die eigene helfende Tätigkeit ist, die Menschen in diesen Berufen nicht verzweifeln lässt, sondern sogar seelisch oft außergewöhnlich gesund erhält und Ihre Persönlichkeitsentwicklung fördert.

simplify-Erkenntnis: Machen Sie es genauso. Leisten Sie Hilfe in Ihrem direkten Umfeld, aber sehen Sie Ihre Grenzen. Sie können niemals alles Elend der Welt bekämpfen. Konzentrieren Sie sich auf die kleinen Gefallen, die Sie anderen tun können.

 

Vergraulen Sie Panikmacher

Sobald in den Medien über eine neue Krankheit berichtet wird, steigt die Zahl der daran leidenden Menschen sprunghaft an. Ständig berichten Medien über neue Gefahrenquellen für Ihre Gesundheit.

simplify-Erkenntnis: Schalten Sie um von Krankheits- auf Gesundheitsorientierung. Ernähren Sie sich gesund, rauchen Sie nicht, bewegen Sie sich ausreichend, gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen. Sehen Sie Horrormeldungen statistisch: Wie viel Prozent sind weltweit 300 Opfer einer neuen Krankheit, verglichen mit jährlich weltweit mehreren Millionen Menschen, die an Folgen von Tabakrauchen sterben?

 

Stellen Sie Sporting Life’s Frage

In George Gershwins Oper Porgy und Bess singt die Figur Sporting Life das Lied „It ain’t necessarily so“ – „Es war nicht unbedingt so“. In den Darstellungen der Medien sind Schlussfolgerungen oft auf eine merkwürdige Weise automatisiert. Arbeitslosigkeit etwa ist dort gleichbedeutend mit persönlichem Elend. Doch es gibt auch Menschen, die von Arbeitslosengeld, Ersparnissen sowie dem Einkommen der Familienmitglieder angenehm leben und durch ehrenamtliche Engagements Erfüllung finden.

simplify-Erkenntnis: Wenn Sie z.B. von Arbeitslosigkeit lesen, bereiten Sie sich mental vor und sagen Sie sich: Sie werden einen Weg finden, das Beste aus der Situation zu machen, und in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt aus einer Krise hervorgehen.

Beugen Sie sich dem Terror nicht

Bombenanschläge ängstigen uns besonders, weil es keine Möglichkeit gibt, sich gegen sie zu schützen. Wer sich in der U-Bahn in die Luft sprengen will, der wird es tun. Wenn deshalb niemand mehr U-Bahn fährt, hat der Terrorismus (auf Deutsch: Schrecken verbreiten) sein Ziel erreicht: Angst und Verunsicherung.

simplify-Erkenntnis: Den eigentlichen Kampf gegen den Terrorismus führen nicht Politik und Polizei, sondern wir alle. Mit jedem Menschen, der sich nicht fürchtet, hat der Terror eine Schlacht verloren. Schränken Sie sich nicht zu sehr ein bei der Wahl der Verkehrsmittel oder Urlaubsziele. Holen Sie sich Mut auf einer Homepage, die nach den Anschlägen von London geschaffen wurde: www.werenotafraid.com.

Zum Weiterlesen: Ein unterhaltsames Plädoyer gegen irrationale Ängste bietet dieses Buch: Walter Krämer, Gerald Mackenthun: Die Panikmacher. Piper München 2003. 9,90 €. ISBN 3-492-23866-1. 

 

Mehr Enthusiasmus

Stecken Sie fest? Wir holen Sie raus!

"Früher, da gab es noch Idealismus." - "Heute ist alles so kommerziell." - "Nichts ist mehr erlaubt. Und die Welt ist viel gefährlicher geworden." Stimmt das alles wirklich? Oder sind das alles Projektionen von Menschen in der Lebenskrise, die ihre eigene Erstarrung draußen in der Welt zu sehen meinen? Wissenschaftliche Untersuchungen kommen immer wieder zu dem Resultat: Die Stimmung ist schlechter als die Lage. Der beobachtete Mangel an Dynamik ist wohl in vielen Fällen eine Selbstbeschreibung des Beobachters.

Die alte Leidenschaft von früher, wo ist sie geblieben? Viele suchen danach wie nach einem auf einer Seeräuberinsel vergrabenen Schatz. Dabei liegt die Lösung nicht unter der Erde, sie ist nicht durch Schaufeln im Sand der eigenen Seele zu finden. Sehen Sie stattdessen hinaus auf den Ozean.

Die Leidenschaft, nach der Sie suchen, ist kein glimmendes Feuer in Ihnen drin, sondern sie ist eine Naturgewalt, wild, gefährlich und ergiebig, beeinflusst von weit größeren Kräften als Ihrer eigenen Begeisterung. Ihren Enthusiasmus zu entdecken bedeutet für Ihre Persönlichkeitsentwicklung: Das komfortable, vermeintlich sichere Land zu verlassen und sich den Fluten des Meeres anzuvertrauen. Die Insel, von der sich so wenige abzustoßen wagen, hat einen Namen.

 

Die Insel Ja-Aber

Sie ist Ihnen ganz sicher bekannt. Es gibt Menschen mit einem Traumberuf. "Ja, aber es wollen so viele Modefotograf werden." Oder sie träumen davon, sich selbstständig zu machen. "Ja, aber das ist doch unbezahlbar für mich." Oder sie lieben einen Menschen. "Ja, aber wenn ich sie frage, wird sie mich abweisen."

Wer die Problematik der Insel Ja-Aber einmal erkannt hat, versucht meist, sich selbst (vielleicht mit Hilfe anderer) vom Gegenteil zu überzeugen: Einige Modefotografen haben es ja doch geschafft. Vielleicht lässt sich das Geld doch zusammenkratzen. Vielleicht erhört sie ja doch mein Flehen. Aber merken Sie (um im Bild der Insel Ja-Aber zu bleiben), wie alle diese Argumente Sie auf der Insel halten? Sie haben alle keine Kraft. Sie werden Ihnen nicht helfen, Ihrem Traum zu folgen. Sie enthalten keinen Enthusiasmus.

 

Der Sprung in die Freiheit

Versuchen Sie einen anderen Weg: Wenn Sie das nächste Mal einen Ja-Aber-Satz in sich hören, behalten Sie einfach das "Ja" und werfen das "Aber" weg. Sammeln Sie keine Argumente, sondern springen Sie! Ja, es wollen so viele Modefotograf werden. Ich auch! Ja, der eigene Laden ist finanzieller Wahnsinn. Aber ich tue es! Es ist vollkommen idiotisch für mich, mit dieser Frau zusammensein zu wollen. Aber ich frage sie!

 

Die 3 Bremsen

Falls Sie immer noch Hemmungen haben, sich dem endlosen Meer des Enthusiasmus anzuvertrauen, liegt das an den vielfältigen Fesseln, die Sie auf der Ja-Aber-Insel halten. Sie lassen sich in 3 Kategorien aufteilen. Alle 3 sind sehr ernst zu nehmen.

 

1. Müde

simplify-Übung: Antworten Sie spontan: Wie alt ist Ihr Geist? Wie alt sind Sie, nicht von Ihrem Körper oder von Ihrem Pass her, sondern in Ihrem Kopf? Wenn die Zahl, die Sie nennen, so hoch ist wie Ihr biologisches Alter (oder sogar höher), dann sind Sie zu erschöpft, um sich ins Meer der Begeisterung zu stürzen. Dann brauchen Sie zunächst Ruhe, buchstäblich. Geben Sie Verpflichtungen ab, gehen Sie auf Kur, gönnen Sie Ihrem Körper Entspannung, treiben Sie mehr und weniger anstrengenden Sport, hören Sie mehr Musik. Nur so und mit viel Geduld lässt sich die Fessel der inneren Müdigkeit lösen.

 

2. Verboten

Menschen, die auf der Ja-Aber-Insel festsitzen, haben häufig irgendwann in ihrem Leben die Erfahrung gemacht: Leidenschaft ist schlecht. Oder ihre Eltern, ihre Religion, ihr Ehepartner haben ihnen das verboten. Scham ist eine der stärksten Fesseln überhaupt. Selbst hartgesottene Verbrecher geraten in Panik, wenn sie vor anderen bloßgestellt werden.

simplify-Übung: Führen Sie die folgenden Sätze weiter (ohne Nachdenken!): "Wenn es mir völlig egal wäre, was die anderen denken, würde ich ..." - "Wenn ich total sicher wäre, dass meine Eltern (mein Ehepartner) es niemals erfahren, würde ich ..." - "In einem Land, in dem alles erlaubt wäre, würde ich ..."

Das Tragikomische am Verlassen der Ja-Aber-Insel: Viele Menschen wissen nicht, dass es um sie herum Gebiete gibt, in denen sie vollkommen gefahrlos schwimmen können. Keine Haie, keine Stürme. Oft wird sogar ein hervorragendes Boot gestellt. Rufen Sie sich Ihre fortgeführten Sätze von der letzten Übung ins Gedächtnis zurück: Wenn Sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen, tun Sie's! - Aber erzählen Sie den Menschen nichts davon, die Sie dafür verurteilen würden.

 

3. Ängstlich

Wenn Sie (wie fast alle) vor Ihrem Sprung in den Ozean der grandiosen Begeisterung Angst haben, dann können Sie an Land warten, bis Sie tapfer genug geworden sind. Aber Sie werden Ihr Leben lang warten müssen. Mut lässt sich nur durch mutiges Handeln erlernen. Die Angstüberwindungsformel lautet: Seien Sie gut zu Ihrem furchtsamen Herzen, aber werfen Sie den furchtsamen Menschen endlich in die Fluten. "Weiches Herz, harter Hintern" nennt Martha Beck diese Methode, die sich bei Ihren Klienten tausendfach bewährt hat. Verbünden Sie sich mit Ihrer Angst, denn sie ist ein äußerst kluger Ratgeber. Sie sagt Ihnen: Wovor du dich fürchtest, ist groß, wirklich und wichtig. Es lohnt sich, davor Angst zu haben, weil es etwas sehr sehr Lohnendes ist.

Gedanken wie diese finden Sie in Martha Becks Buch "Enjoy your life - 10 kleine Schritte zum Glück". Piper Taschenbuch, München: 2009. ISBN: 3492262961, gebraucht erhältlich. Die englische Originafassung: "The Joy Diet - 10 Daily Practices for a Happier Life", Harmony 2003. ISBN 0609609904, 13,10 €.

 

Über sich hinaus wachsen

Viele Menschen, die etwas Übergroßes gewagt haben, berichten dabei von einer Kraft, die größer war als sie selbst, weit größer. In der klassischen Seefahrt gab es einen markigen Spruch. Wenn der Kapitän einen Windjammer in raues Wetter lenkte, rief er seinen Männern zu: „Zu segeln ist notwendig, zu leben nicht." Wer am Ufer der Ja-Aber-Insel sitzt, kann über einen solchen Satz nur den Kopf schütteln. Wer sich aber von der Komfortzone ins Abenteuer des enthusiastischen Lebens gestürzt hat, für den enthält er gewaltige Energie für die vor ihm liegende Reise.

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